Pedelecs verändern das Radfahren
Mehr Tempo – mehr Gefahren
- Bei einem Pedelec-Training üben Teilnehmerinnen und Teilnehmer den sicheren Umgang mit ihren Rädern. Foto: Polizei NRW/ Märkischer Kreis
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Rhein-Berg (kg). Das Pedelec macht das Radfahren leichter – aber nicht unbedingt einfacher. Der elektrische Antrieb ermöglicht höhere Geschwindigkeiten und längere Strecken. Gleichzeitig verändern sich Gewicht, Fahrverhalten und Dynamik des Fahrrads. Gerade für ältere Menschen kann das eine Herausforderung sein.
Die Unfallzahlen zeigen die Entwicklung: 2025 verunglückten im Rheinisch-Bergischen Kreis 142 Pedelec-Fahrer*innen, darunter 29 Seniorinnen und Senioren. Bis September 2026 waren bereits 22 Menschen aus der Gruppe der Über-65-Jährigen betroffen.
Mit dem höheren Tempo wachsen auch die Anforderungen an die Fahrenden. Bremswege verändern sich, das höhere Gewicht macht das Handling anders als beim klassischen Fahrrad. Hinzu kommen Situationen, die auch geübte Radfahrer überraschen können – etwa beim Abbiegen oder im Begegnungsverkehr. Besonders ältere Menschen können die Dynamik des zusätzlichen Antriebs leichter unterschätzen.
Deshalb bieten Polizei und Verkehrswacht Trainings an. Dort können Pedelec-Fahrer*innen das Fahrverhalten kennenlernen und typische Situationen üben, bevor sie damit im Straßenverkehr unterwegs sind. Ein Helm und auffällige Kleidung sind zwar nicht vorgeschrieben, können aber zusätzlichen Schutz bieten. Denn eines bleibt beim Wechsel vom Fahrrad zum Pedelec gleich: Wer auf zwei Rädern unterwegs ist, hat keine Knautschzone. Mit zunehmendem Tempo steigt deshalb auch die Bedeutung von Erfahrung, Übung und einem sicheren Umgang mit dem eigenen Rad.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |