Nachdenkliches
Frühling
- hochgeladen von Ellen Thoms
Auszug aus dem Kinderlied "Kuckuck, Kuckuck rufts aus dem Wald" von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
"Frühling, Frühling wird es nun bald!"
Wann bitte wirds denn endlich Frühling? Wann ist bald? Ich warte schon täglich so sehr darauf, auf den Frühling mit Sonne, wärmeren Temperaturen, Knospen und Vogelzwitschern und längeren helleren Tagen!
Ok, es ist Winter! Muss auch mal sein! Und im Winter ist es kalt bis lausig! Und im Winter schneit es und somit liegt Schnee! Und wo die weiße Pracht liegt, kanns mächtig glatt werden! Hat der Winter nun alles so an sich!
Es sieht zauberhaft aus, wenn alles mit frischem weißem Schnee bedeckt ist! Alles hat ein weißes Hütchen. Ein schneebedeckter Tannenwald ist ein Traumbild! Weite weiße Felder ebenso. Unberührt. Oder vielleicht mit einer Skispur. Oder Schlittenspur. Alles wunderschön. Nur in der Stadt hören Freude und Begeisterung so ein bisschen auf! Vor allem, wenn es glatt ist! Keine Freude für den Berufsverkehr. Für Kinder, die auf vereisten Wegen zur Schule radeln müssen. Für ältere Menschen, die ihre Einkäufe erledigen oder ihren Arzttermin einhalten müssen.
Während ich gemütlich und mit vollem Kühlschrank zu Hause im Warmen sitze, denke ich an all diese Menschen! Zumal der Wetterbericht zur Zeit etwas chaotisch ist! Blitzeis wird angedroht! Ooohhjeee! Glatteis! Nur Schnee geht dann ja noch eher. Auf Schnee läuft man sicherer mit entsprechendem Schuhwerk mit Profilsohlen, als auf den festgefahrenen Autospuren in den kleinen Straßen der Wohngebiete. Die sind ziemlich rutschig. Werden nicht gestreut. Vielleicht macht das jüngeren Menschen nicht so viel aus? Kindern sowieso nicht. Aber für die ältere Generation alles nicht so prickelnd! Außerdem war ich das ängstliche Kind einer über-ängstlichen und besorgten Mutter. Auch noch wohl behütetes Einzelkind. Auf mir/mich konzentrierte sich alles! Das wirkt wohl noch etwas nach! Auch in höherem Alter. Wobei ... Empathie hat noch keinem geschadet!
Winterzeit ... Erkältungszeit! Eine liebe Bekannte hing wochenlang durch mit einem widerlichen Virus! Ich war das ganze Jahr hindurch kerngesund! Nix Virus. Nix Erkältung! Dafür war ich dankbar. Und sehr stolz auf meine stabile Gesundheit! Vor drei Tagen hats dann aus heiterem Himmel reingehauen! Bei mir! Eklige Kehlkopfentzündung! Dazu fiel mir als Erstes als Ursache ein ... am Abend vorher hatte ich einige Zeit gesungen. Laut und piano. Mein diesjähriges Lieblings-Weihnachtslied "O holy night". Wegen der Läufe! Ich liebe die wechselnde Tonfolge in diesem Lied so sehr. Von hohen Tönen zu tiefen Tönen. Immer im Wechsel. Ich habe ewig nicht mehr mit solcher Freude gesungen! Ich weiß ... Weihnachten ist Schnee von gestern. Aber macht doch nix! Meine Weihnachts-DVD dudele ich auch noch! Weils mir so gefällt! Und außerdem finde ich Noch-Weihnachtsbaum, Noch-Adventskranz und Noch-Weihnachtslieder gemütlich und passend. Geht doch alles offiziell bis zum 02. Februar, Maria Lichtmess. Ende der Weihnachtszeit! Oder? Ist auch völlig wurscht! Ich mache selten das, was andere Menschen machen. Oder was MAN tut. Ich habe in vielem meinen ganz eigenen Rhythmus! Ich schwimme ungerne mit der Masse. Lieber bisschen gegen den Strom!
Zurück zu meinem roten Faden, den man beim Schreiben nicht verlieren sollte! Also ... ich dachte, mit meiner ungewohnten Läufe-Singerei habe ich meinen Kehlkopf verärgert. War ihm einfach zu viel des Guten! War aber wohl nicht an dem, weil sich zeitgleich Schnupfen und Husten anschlichen! Und nun, was soll ich sagen ... bin ich DAS Bazillenmutterschiff schlechthin! Dää! Nase läuft. Husten hustet. Kopf dröhnt vor Anstrengung. Ist aber glücklicherweise noch recht fröhlich. Mein Kopf! Und ich fühle mich insgesamt nicht ganz so prickelnd! Und das heute! Ausgerechnet! Einmal im Jahr ist Jahresessen von unserem Fotoclub, auf das ich mich immer sehr freue! Hab ich gestern vorsichtshalber schon abgesagt! Und eben definitiv noch mal. Weil ...heute geht gar nix! Ich fühle mich nicht so ganz gesellschaftsfähig. Unterhalten ohne zu husten geht schon überhaupt nicht. Das Fassungsvermögen meines Kopfes ist auch nicht auf hohem Niveau. Und meine Viren oder Bazillen, die mit den rosa Pantöffelchen, sollte ich auch besser für mich behalten! Basta! Ausgegliedert! Dann huste und schnupfe ich eben für mich alleine! Und Selbstgespräche kann ich auch im Stillen mit mir alleine führen! Brauche also heute nicht wirklich jemanden! Hmmm .....
Jetzt, wo ich nicht so topfit bin und es draußen lausig war, habe ich was ganz Tolles für mich herausgefunden! Kostet nix und tut sooo gut! Mache ich sonst nie! Überhaupt noch nie in meinem Leben. Wenn es mich überkommt, mein Bedürfnis nach Ruhe und Wärme und Wegvonallem, dann lege ich mich auf mein Bett! Nein, nicht IN mein Bett! Mache auch kein Mittagsschläfchen! Habe ich noch nie gemacht. Ich lege mich in voller Montur auf mein Bett, allerdings mit einer warmen kuscheligen zusätzlichen Zudecke. Auch stelle ich die Heizung etwas auf warm, um die Atemorgane vor kalter Luft zu schützen. Bekommt mir im Moment besser. Egal, wie spät es ist! Am Nachmittag oder frühen Abend in der Dunkelheit ist es besonders gemütlich, weil dann die warm-weißen, leicht orange-angehauchten Lichtchen auf meinen Tannenzweigen in meinen Blumenkästen vor meinem Schlafzimmerfenster leuchten. Das sieht so schön aus. Vor allem die Tage mit den Schneehütchen.
Also ... ich schlafe dann nicht! Das ist nicht der Zweck der Übung! Ich liege einfach auf meinem Bett, warm eingekuschelt, entspanne, hänge meinen Gedanken nach, die gerade gedacht werden wollen (auf keinen Fall was Negatives!), genieße die wohltuende Ruhe und die Wärme, die ich im Moment dringend brauche und döse vor mich hin. Das tut so gut und ist so schön und erholsam! Ist sehr zur Nachahmung empfohlen !!! Einfach friedlich! Und hilft meiner Erkältung. Wenn ich fertig bin mit Genießen, so nach fünfzehn bis dreißig Minuten, stehe ich wieder auf und mache weiter mit dem, was ich für meine, ich nenne es mal "Seelenzeit" unterbrochen habe.
Ich vermute, dass sich mein Bedürfnis nach dieser kurzen Auszeit wieder legt, sobald ich wieder fit bin und sobald dieses öde Wetter wieder aufhört und es wieder länger hell ist! Eine solche Ruhe-Aktion bei Sonne ist für mich undenkbar! Da haben meine Lebensfreude und meine Unternehmungslust wieder Vorrang !!! Da genieße ich meine Entspannungs-, Abschalt- und Ruhezeit auf einer Bank in der Natur oder am See. Meine gemütliche "Seelenzeit" auf meinem Bett gilt nur für Winter- und Erkältungsschlechtfühltage !!!
Und nun ... von wegen rotem Faden ... ich WILL FRÜHLING !!! Wann ist bald? Und wo ist der Frühling? Ich weiß ... er sitzt bestimmt schon in den Startlöchern und wartet auf seinen Durch- und Ausbruch !!! Bald ...!
(C)eth
LeserReporter/in:Ellen Thoms aus Pulheim |