30 Jahre Frauenhaus Oberberg
1.500 Frauen und 1.300 Kinder haben Zuflucht gefunden

Caritas-Direktor Peter Rothausen und Frauenhaus-Leiterin Nicole Schneider blickten auf 30 Jahre Frauenhaus Oberberg mit vielen berührenden Geschichten zurück.
  • Caritas-Direktor Peter Rothausen und Frauenhaus-Leiterin Nicole Schneider blickten auf 30 Jahre Frauenhaus Oberberg mit vielen berührenden Geschichten zurück.
  • Foto: Erich Eischeid
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Oberberg - (ee) 70 Gäste aus Politik, von Kooperationspartnern,
Beratungsstellen, Spender und Unterstützer waren der Einladung von
Caritas-Direktor Peter Rothausen gefolgt, um gemeinsam das 30-jährige
Bestehen des Frauenhauses der Caritas Oberberg zu feiern. Nicht im
Frauenhaus, sondern im Caritas-Tagungshaus in Engelskirchen.

Rothausen berichtete von den Anfängen, als es noch hieß: „Wenn die
Frauen sich anständig verhalten würden, bekämen sie auch keine
Prügel.“

„Das ist alles Geschichte“, so Rothausen, „aber leicht hatten es
die Frauen nicht“.

Ohne die zahlreichen Unterstützer wäre das Frauenhaus nicht das, was
es heute ist. So wird zum Beispiel gerade eine Haustür mit höheren
Sicherheitsstandards eingebaut.

In seinem Grußwort betonte Landrat Jochen Hagt: „Das wir überhaupt
ein Frauenhaus im Oberbergischen anbieten müssen, macht mich traurig.
Gewalt gibt es in allen Schichten, ist weit verbreitet und fängt
nicht erst mit Schlägen an.“ Er bedankte sich bei allen Helfern
für das starke Engagement und dass vielen Frauen eine sichere
Zuflucht geboten wird.

Frauenhaus-Leiterin Nicole Schneider berichtete über das Frauenhaus,
das an einem anonymen Ort steht, und über die verschiedenen Formen
der Gewalt.

Sieben Appartements stehen für die Frauen und ihre Kinder zur
Verfügung, um nach den schlimmen Erfahrungen wieder zur Ruhe zu
kommen. So ist die Grundvoraussetzung dafür geschaffen, dass die
Frauen eigenverantwortlich ihr Leben, mit Unterstützung der
Mitarbeiter, neu organisieren. Für die Kinder gibt es zusätzlich ein
Kinderhaus, in dem sie, etwa beim Spielen, einfach nur Kind sein
dürfen.

In der Regel bleiben die Frauen und Kinder zwischen drei bis sechs
Monate im Haus. In den 30 Jahren haben im Frauenhaus Oberberg 1.500
Frauen und 1.300 Kinder Zuflucht gefunden, allein in diesem Jahr
bereits 20 Frauen und 25 Kinder.

Das Frauenhaus Oberberg ist eng verbunden mit „no!“, dem
„netzwerk oberberg“, das sich die Hilfe und Unterstützung der
Opfer und die Gewaltprävention zur Aufgabe gemacht hat.

Frauen, die sich bedroht oder verfolgt fühlen und Hilfe brauchen,
können sich an die Caritas wenden: Tel. 0 22 61/30 68 41 oder
Frauenhaus@caritas-oberberg.de.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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