Kunstmeile Morsbach
Kreativität trifft Bahnhofsflair
- Im Trauzimmer des Kulturbahnhofs herrschte reges Treiben, wie hier am Stand von Andrea Mauelshagen (li.).
- Foto: Karin Rechenberger
- hochgeladen von Kristina Franke
Morsbach. Bereits zum vierten Mal seit Bestehen des Kulturbahnhofs lockte die „Kunst-Meile Morsbach“ zahlreiche Besucher an. Rund 30 Künstlerinnen und Künstler präsentierten am letzten Sonntag zwischen 11 und 16 Uhr ihre Werke in und um den historischen Bahnhof.
„Im Vergleich zum vergangenen Jahr verzeichnen wir deutlich mehr Besucher und ein noch vielfältigeres Angebot“, freute sich Objektmanagerin und Organisatorin Nadja Schwendemann. Das sonnige Wetter habe zusätzlich für beste Stimmung bei Ausstellern und Gästen gesorgt.
Bei einem Rundgang über das Gelände konnten die Besucher nicht nur die unterschiedlichsten Kunstwerke entdecken, sondern auch mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen und mehr über die Entstehung der Werke erfahren. Die besondere Atmosphäre des Kulturbahnhofs bildete dabei eine attraktive Kulisse für das breite Spektrum an ausgestellten Arbeiten. Zu sehen waren Malerei, Assemblagen, Tonarbeiten, Skulpturen, Textilkunst, Schmuck, Postkarten und vieles mehr.
Angelika Filusch zeigte kunstvoll gefertigte Blumen, bei deren Herstellung sie unter anderem Naturmaterialien verwendet. Die Schwestern Cordula Neumann und Elisabeth Glimm widmen sich mit viel Engagement dem Stricken und Häkeln für den guten Zweck. Der Erlös ihrer handgefertigten Arbeiten kommt vollständig der Kinderhilfe und dem Tierschutz zugute.
Zum ersten Mal dabei war Rebekka Reuber mit ihrem Label „Kreativ & Kunterbunt“. An ihrem Stand präsentierte sie liebevoll gefertigte Einzelstücke, die sie selbst näht, nicht nur für Kinder, sondern auch auf individuelle Bestellung.
Einen ganz persönlichen Bezug zur Ausstellung hatte Sandra Geist aus Morsbach-Rhein. An ihrem Stand präsentierte sie Gemälde ihres Großvaters Reinhold F. Geist, die sie vor Kurzem geerbt hat. Die Werke sind schätzungsweise 50 bis 70 Jahre alt und stammen aus dem Nachlass des 1977 verstorbenen Hobbykünstlers. „Es wäre schade gewesen, wenn die Bilder weiterhin auf dem Dachboden gelegen hätten“, erklärte Sandra Geist. Deshalb habe sie sich entschlossen, die Arbeiten erstmals der Öffentlichkeit zu zeigen. Die kreative Ader scheint in der Familie zu liegen: Neben den geerbten Gemälden präsentierte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann auch einige selbst gefertigte Arbeiten.
Einen besonderen Blick in die Weiten des Universums gewährte Fotograf Friedhelm Worringer. Gemeinsam mit seiner Frau Anja Worringer-Bommert, die seit drei Jahren in Katzenbach leben, stellte er beeindruckende Astrofotografien aus. Seine Leidenschaft für die Astronomie geht so weit, dass er sich im heimischen Garten eine eigene Sternwarte errichtet hat. Zu sehen waren unter anderem Aufnahmen der Spiralgalaxie Andromeda (M31), unserer nächsten großen Nachbargalaxie. Gleichzeitig appellierte Worringer, die zunehmende Lichtverschmutzung zu reduzieren, um den Blick auf den Sternenhimmel zu bewahren.
Seine Frau präsentierte Produkte rund um das Alpaka, darunter handgesponnene Wolle, Alpakaseife und Nistmaterial aus Alpakawolle.
Im Trauzimmer des Kulturbahnhofs stellte Christiane Vogel eine Auswahl ihrer Assemblagen, Bilder und Bildkästen aus.
„Durch die Einbindung des neuen Freizeitplatzes ist eine besonders gemütliche Atmosphäre entstanden“, erklärte Nadja Schwendemann. Entsprechend zufrieden zeigte sie sich mit dem Verlauf der facettenreichen Ausstellung. Für das leibliche Wohl sorgte der Förderverein der Leonardo-da-Vinci-Schule, dessen Mitglieder Hotdogs und kühle Getränke anboten.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Karin Rechenberger aus Morsbach |
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