Effektive Zusammenarbeit
Teamarbeit wird trainiert
- Auch technische Hilfeleistung gehörte zum Übungsprogramm: An einem Pkw trainierten die Mechernicher Feuerwehrleute das koordinierte Vorgehen bei einem angenommenen Verkehrsunfall.
- Foto: Alexander Kloster/FF/pp/Agentur ProfiPress
Der Löschzug 4 der Feuerwehr Mechernich trainierte mit Verstärkung aus Floisdorf und Obergartzem am Institut der Feuerwehr NRW in Düren.
Mechernich/Düren (lk). Wenn es ernst wird, müssen Feuerwehrleute aus unterschiedlichen Einheiten innerhalb kürzester Zeit zu einer Mannschaft werden. Wer führt welchen Einsatzabschnitt? Welche Informationen müssen wohin gelangen? Und wie lassen sich bei größeren Schadenslagen mehrere Aufgaben gleichzeitig bewältigen? Genau dieses Zusammenspiel trainierte der Löschzug 4 der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Mechernich jetzt unter realitätsnahen Bedingungen am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) in Düren-Stockheim.24 Feuerwehrleute, machten sich auf den Weg zum Übungsgelände. Neben den zum Löschzug 4 gehörenden Einheiten Eiserfey, Harzheim, Lorbach und Vussem beteiligten sich auch Einsatzkräfte aus den Löschgruppen Floisdorf und Obergartzem.
Für den Löschzug war es bereits der zweite Übungstag dieser Art in Düren-Stockheim. Nach der Premiere im vergangenen Jahr bot das weitläufige Trainingsgelände erneut die Möglichkeit, Einsatzlagen zu simulieren, die sich im normalen Übungsdienst zu Hause nur schwer realistisch darstellen lassen.
Ein Schwerpunkt lag diesmal auf Führung und Kommunikation. Die Feuerwehrleute trainierten unter anderem die Bildung von Einsatzabschnitten bei Bränden und Verkehrsunfällen.
Auch das Vorgehen bei Gebäudebränden stand auf dem Programm. Dabei beschäftigten sich die Einsatzkräfte mit der taktischen Ventilation. Durch den gezielten Einsatz von Lüftern beziehungsweise die kontrollierte Schaffung von Zu- und Abluftöffnungen sollen Rauch und heiße Brandgase aus Gebäuden abgeleitet werden.
Die Teilnehmer wechselten während des Tages durch unterschiedliche Funktionen. Dadurch konnten sie nicht nur ihre jeweils vertrauten Aufgaben bewältigen, sondern Einsatzsituationen auch aus anderen Perspektiven kennenlernen.
Ebenso wichtig wie die Übungen selbst waren die anschließenden Besprechungen. Gemeinsam wurde analysiert, was gut funktioniert hatte und wo Abläufe noch verbessert werden könnten. „Gerade darin liegt ein wesentlicher Zweck solcher Trainingstage“, so Feuerwehrsprecher Alexander Kloster: „Fehler, Unsicherheiten und Reibungsverluste sollen nicht erst bei einem wirklichen Brand oder schweren Verkehrsunfall erkannt werden.“
Nach einem intensiven Übungstag fiel das Fazit positiv aus. Die in Düren gewonnenen Erfahrungen sollen dazu beitragen, dass im Ernstfall Kommunikation, Führung und praktische Zusammenarbeit möglichst reibungslos funktionieren.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |