Haushaltsentwurf 2026
Steuern steigen, Stadt lädt zur Diskussion ein

Bereits lange Teil der Kämmerei, aber dieses Mal ist es für Stefan Mannz eine Premiere: Zum ersten Mal hat er einen Haushaltsentwurf als Kämmerer eingebracht. | Foto: Ronald Larmann/pp/Agentur ProfiPress
  • Bereits lange Teil der Kämmerei, aber dieses Mal ist es für Stefan Mannz eine Premiere: Zum ersten Mal hat er einen Haushaltsentwurf als Kämmerer eingebracht.
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Mechernich (rb). Stefan Mannz hat erstmals als Kämmerer den Haushalt der Stadt Mechernich in den Rat eingebracht. Neu ist die Aufgabe für ihn nicht. Seit 25 Jahren arbeitet er in der Kämmerei. „Von daher ist das für mich kein Sprung ins kalte Wasser“, sagt Mannz.

Der Haushalt 2026 markiert dennoch einen Einschnitt. Erstmals seit rund zehn Jahren plant die Stadt wieder Steuererhöhungen – und trotzdem bleibt ein Defizit. Die Haushaltseinbringung versteht Mannz als Einladung zur Diskussion. „Wir bringen den Haushalt ein und laden anschließend dazu ein, sich damit auseinanderzusetzen.“

„Die finanzielle Ausgangslage hat sich in den vergangenen Jahren spürbar verschlechtert“, sagt Mannz. 2024 habe nur wegen eines Sondereffekts fast ausgeglichen abgeschlossen. „Strukturell sind wir schon seit einiger Zeit nicht mehr ausgeglichen.“

Für 2026 rechnet die Stadt mit Einnahmen von rund 75 Millionen Euro und Ausgaben von etwa 82 Millionen Euro. Trotz Rücklagen und Einsparungen bleibt ein Defizit von rund fünf Millionen Euro. Ohne Steuererhöhungen lasse sich der Haushalt nicht stabilisieren.

Geplant sind höhere Hebesätze bei Grund- und Gewerbesteuer. Die Grundsteuer B soll auf 800 Prozent steigen, die Grundsteuer A auf 575 Prozent und die Gewerbesteuer auf 530 Prozent. Gleichzeitig will die Stadt sparen. „Uns geht es darum, den finanziellen Spielraum so lange wie möglich zu erhalten“, betont Mannz. Einsparungen allein reichen nach seinen Worten nicht aus. „Natürlich prüfen wir unsere Aufwendungen“, sagt Mannz. „Eine Kommune kann sich nicht aussuchen, welche Aufgaben sie erfüllt.“ Der Haushalt wird nun in den Fraktionen beraten. Der Ausschuss befasst sich am 24. Februar damit, der Rat soll am 24. März entscheiden.

Zum virtuellen Haushaltsentwurf gelangen Interessierte über den: www.mechernich.de/rathaus-und-politik/dienstleistungen-der-verwaltung/finanzen.

Redakteur/in:

Ruben Bartsch aus Köln

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