Durchsuchung in Mechernich
Falscher Retter hortete Uniformen, Waffen und Funkgeräte
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Mechernich (red). Die Kriminalpolizei Euskirchen hat am Donnerstagmorgen in Mechernich die Wohnung eines 61-Jährigen durchsucht. Grundlage war ein von der Staatsanwaltschaft Bonn beantragter und vom Amtsgericht Bonn erlassener Beschluss, wie die Polizei mitteilte. Gegen den Mann wird unter anderem wegen des Verdachts der Amtsanmaßung ermittelt.
Hintergrund ist ein Vorfall vom 5. März. Damals soll sich der Beschuldigte über ein unerlaubt betriebenes Digitalfunkgerät über einen Rettungseinsatz informiert haben. Anschließend fuhr er laut Polizei mit überhöhter Geschwindigkeit, Blaulicht und Martinshorn zum Einsatzort, trat dort in Rettungsdienstkleidung auf und versuchte mit einem privat beschafften EKG-Gerät in die Versorgung einzuschreiten. Obwohl dies nicht notwendig war, beteiligte er sich am Transport des Patienten. Der Mann gehört weder dem Rettungsdienst an, noch ist er berechtigt, am BOS-Digitalfunk teilzunehmen.
Bei der Durchsuchung stellten Ermittler mehr als 300 Beweismittel sicher. Darunter waren Uniformteile von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei, mehrere BOS-Digitalfunkgeräte, medizinische Geräte wie EKGs, Führungsmittel, PTB-Waffen, Schlagstöcke, Tierabwehrsprays, Reizstoffgeräte sowie gefälschte Dienstausweise verschiedener Organisationen.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Euskirchen dauern an.
Redakteur/in:Ulf-Stefan Dahmen |
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