Brand in Opladener Fußgängerzone
Zwölf Verletzte nach mutmaßlicher Brandstiftung

Nach einer mutmaßlichen Brandstiftung am Montagabend (10. Januar) im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Fußgängerzone auf der Kölner Straße in Leverkusen-Opladen sucht die Polizei dringend Zeugen.
Gegen 23:45 Uhr meldeten Anwohner das Feuer im Haus. Zwölf Bewohner, die Rauch einatmeten, wurden leichtverletzt. Das Haus ist nach dem Brand nicht mehr bewohnbar. Die Ermittler gehen derzeit von Brandstiftung aus und fragen:

Wer hat zur Brandzeit verdächtige Personen in der Nähe des Tatorts beobachtet? -Wer hat im Umfeld Überwachungskameras installiert und kann Aufnahmen der Fußgängerzone aus der Nacht zur Verfügung stellen?

Hinweise nehmen die Ermittler des Kriminalkommissariats 15 unter der Rufnummer
0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de entgegen.

Das ist passiert:
Gegen 22:47 Uhr erreichten am 10. Januar mehrere Anrufe über ein Brandereignis in einer Wohnung in der Kölner Straßedie Leitstelle der Feuerwehr Leverkusen .
Die Leitstelle entsandte daraufhin die Kräfte beider Wachen der Berufsfeuerwehr, sowie die Freiwillige Feuerwehr Leverkusen-Opladen. Aufgrund der Vielzahl eingehender Notrufe und der Meldung, dass sich noch mehrere Personen im Gebäude befinden, erfolgte noch auf der Anfahrt eine Alarmstufenerhöhung und die Alarmierung der Einheiten Wiesdorf, Bürrig, Steinbüchel und Lützenkirchen.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte stand der erdgeschossige Durchgang bereits im Vollbrand. Auf der Rückseite kam es zu einer Brandentwicklung ins erste und zweite Obergeschoss des Holztreppenraums. Noch während des Eintreffens der Kräfte retteten sich mehrere Bewohner aus dem zweiten und dritten Obergeschoss über Dachflächen in die Nachbargebäude.

Aus dem direkt angrenzenden Gebäude mit nebenliegenden Zugang wurden mehrere Personen herausgeführt. Durch die Feuerwehr wurde ein Löschangriff von der Kölner Straße und von der Gerichtsstraße, über einen Hinterhof aufgebaut. An der Kölner Straße wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, auf der Rückseite nahmen die Einsatzkräfte eine tragbare Leiter vor um ins zweite Obergeschoss zu gelangen.

Die Brandausbreitung konnte durch das Vorgehen mehrerer Trupps unter Atemschutz und die eingeleitete Brandbekämpfung schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Während des Einsatzes verletzte sich ein Feuerwehrmann und musste durch einen Rettungswagen zur weiteren medizinischen Versorgung ins Krankenhaus transportiert werden. Weiterhin wurden insgesamt zehn Anwohner, die Rauchgase eingeatmet hatten, in die Leverkusener Krankenhäuser transportiert.

Zur Bevölkerungsinformation erfolgte eine Mitteilung über die Warn-Apps um auf die zunehmende Verkehrsbehinderung aufmerksam zu machen und den Bereich großräumig umfahren zu können.
Der Einsatz konnte gegen 0:15 Uhr beendet werden, die Feuerwehr war mit 72 und
19 Fahrzeugen vor Ort, der Rettungsdienst mit 5 Fahrzeugen und 10 Einsatzkräften.

Leserreporter:

Bettina Willumat aus Leverkusen

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