Großeinsatz zum Jahreswechsel
Hunderte Polizisten in Köln und Leverkusen im Einsatz – harte Linie bei Böllern und Raketen
- Silvester in der Kölner Innenstadt 2022.
- Foto: Archivfoto: Uwe Weiser
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In der Silvesternacht werden mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten in Köln und Leverkusen für einen friedlichen Jahreswechsel im Einsatz sein. Unter anderem stehen Kräfte der Bereitschaftspolizei sowie zusätzliches Personal auf den Wachen für polizeiliche Aufgaben zur Verfügung.
„Die Kölner Innenstadt wird voraussichtlich wie in den Vorjahren voll sein. Wir bereiten uns intensiv auf diesen Einsatz vor und sind für all diejenigen da, die den Jahreswechsel friedlich feiern wollen“, sagt Einsatzleiter Jürgen Mehlem. Gleichzeitig kündigt er ein konsequentes Vorgehen bei gefährlichem Umgang mit Feuerwerk an: Wer nicht zulässige Böller zündet, diese in Menschenmengen wirft, mit Raketen auf Menschen, Gebäude oder Einsatzkräfte zielt oder „auf andere Art über die Stränge schlägt“, müsse mit entschlossenem Einschreiten und Konsequenzen rechnen.
Im Fokus stehen die bekannten Party-Hotspots wie das Zülpicher Viertel, die Altstadt, das Domumfeld und der Rheinboulevard. Die Polizei kündigt jedoch auch verstärkte Präsenz in anderen Stadtteilen an und appelliert an Bürgerinnen, Bürger und Touristen, achtsam zu bleiben und bei verdächtigen Beobachtungen die 110 zu wählen oder Einsatzkräfte, Rettungs- oder städtische Sicherheitskräfte direkt anzusprechen.
Angesichts der seit Jahren angespannten Sicherheitslage setzt die Polizei Köln nach eigenen Angaben auf eine enge Zusammenarbeit mit anderen Sicherheitsbehörden, städtischen Ordnungskräften sowie auf verstärkte und variable Sicherheitskonzepte. Dazu gehören Verkehrssperrungen und Feuerwerksverbotszonen, die auf der Internetseite der Stadt Köln in einer interaktiven Karte verzeichnet sind. Zudem gilt ein Durchfahrtverbot für Lastkraftwagen mit einem Gesamtgewicht von mehr als 7,5 Tonnen für die Innenstadt sowie in Teilen von Deutz und Mülheim.
An Neujahr will die Polizei gegen Mittag zum bis dahin bekannten Einsatz- und Kriminalitätsgeschehen Stellung nehmen. Eine Aufstellung der Kriminalitätszahlen der Silvesternacht inklusive Vergleich zu den Vorjahren soll wegen des meist rund eine Woche andauernden Anzeigeneingangs erst am 8. Januar veröffentlicht werden.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |