UPDATE: Großeinsatz nach Verpuffung in Hotel
Mann lebensgefährlich verletzt – Polizei vermutet Suizid

Großeinsatz nach Verpuffung in der Kölner Altstadt.  | Foto: Daniela Decker

Update

Bei dem Brand in einem Hotel in der Kölner Altstadt am Mittwochnachmittag (7. Januar) ist ein bislang noch nicht identifizierter Mann lebensgefährlich verletzt worden. Drei weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.

Nach aktuellem Ermittlungsstand gibt es Hinweise darauf, dass der lebensgefährlich verletzte Mann das Feuer selbst, mutmaßlich in suizidaler Absicht, verursacht haben könnte. Hinweise auf eine Beteiligung weiterer Personen oder auf eine technische Ursache liegen derzeit nicht vor. Ungeachtet dessen dauern die Ermittlungen zur Ursache und zum Tatmotiv an.

Zeugenaussagen zufolge kam es gegen 16.40 Uhr in einem Zimmer des Hotels auf der Frankenwerft zu einer plötzlichen Verpuffung, durch die Fensterscheiben aus dem Rahmen gerissen wurden. Anschließend brach ein Brand mit starker Rauchentwicklung aus.

Die betroffene Etage des Hotels ist aufgrund der Brandschäden derzeit nicht bewohnbar.

Hinweis: Hilfe in scheinbar auswegslosen Situationen finden
Wenn Sie selbst betroffen sind oder Suizidgedanken haben: Hilfe erhalten Sie rund um die Uhr bei der TelefonSeelsorge unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 sowie online unter telefonseelsorge.de. In akuten Notfällen wählen Sie 112.
Das Muslimische Seelsorgetelefon ist rund um die Uhr unter 030 / 44 35 09 821 erreichbar. Dienstags werden die Seelsorgegespräche auch auf Türkisch geführt; auf Anfrage sind Gespräche in weiteren Sprachen möglich.

Erste Meldung

Nach Notrufmeldungen über eine Rauchentwicklung in einem Hotel- und Gaststättenbetrieb im Bereich der Frankenwerft ist die Feuerwehr Köln am Sonntagnachmittag um 16.40 Uhr ausgerückt. Vor Ort fanden die ersten Einsatzkräfte eine komplett stark beschädigte zweite Etage des Gebäudes vor.

Aus dem betroffenen Bereich waren Hilferufe zu hören – die Feuerwehr leitete daraufhin unverzüglich eine Menschenrettung ein. Dabei retteten die Einsatzkräfte einen lebensgefährlich verletzten Mann sowie eine weitere leicht verletzte Person und übergaben beide an den Rettungsdienst.

Bei den Rettungsmaßnahmen verletzte sich zudem eine Einsatzkraft und musste zur weiteren Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Die anschließenden Löschmaßnahmen verhinderten nach Angaben der Feuerwehr ein Ausbreiten des Feuers auf angrenzende Wohneinheiten. Danach wurde der betroffene Bereich mittels Hochdruckbelüftung vom Brandrauch befreit. Um 18.45 Uhr übergab die Einsatzleitung die Einsatzstelle zur Schadensursachenermittlung an die Polizei. Insgesamt waren 60 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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