UPDATE: Polizei geht von Brandstiftung aus
Kellerbrand im Altenheim – zwei Mitarbeitende vorsorglich im Krankenhaus

Symbolbild. | Foto: Rico Löb - stock.adobe.com

Update

Nach einem Kellerbrand in einem Seniorenwohnheim am Sonntagnachmittag (4. Januar) im Stadtteil Nippes ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung.

Gegen 17.45 Uhr hatte in dem fünfstöckigen Gebäude auf der Neusser Straße ein Brandmelder ausgelöst. Feuerwehr und Polizei rückten aus und entdeckten in einem Kellerverschlag eines Lagerraums brennende Matratzen, Kartons und Kleidungsstücke. Der Rauch soll sich anschließend im Gebäude ausgebreitet haben.

Nach einer ersten Einschätzung entstand erheblicher Gebäudeschaden. Zwei Pfleger erlitten leichte Rauchgasverletzungen und wurden vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Das Kriminalkommissariat 15 bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen rund um das Seniorenwohnheim gemacht haben, sich unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden.

Erste Meldung

Ein Kellerbrand in einem Altenheim in Köln-Nippes hat am späten Sonntagnachmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Um 17.42 Uhr ging in der Leitstelle der Feuerwehr Köln die Brandmeldeanlage der Einrichtung ein. Daraufhin wurden Einsatzkräfte zunächst zu einem Einsatz „Brandmeldeanlage Feuer 1“ entsandt.

Vor Ort bestätigten die ersten Kräfte eine starke Rauchentwicklung im Treppenraum, im Aufzugsschacht sowie in angrenzenden Bereichen. Ausgelöst wurde die Verrauchung nach Angaben der Feuerwehr durch einen massiven Kellerbrand. Wegen des Objekts und der erwarteten Zahl möglicher Betroffener erhöhte die Leitstelle die Alarmstufe und zog zusätzliche Kräfte für „Feuer 3 und MANV 10“ hinzu.

Noch bevor die Feuerwehr eintraf, hatte das Pflegedienstpersonal bereits reagiert: Die Bewohnerinnen und Bewohner wurden aus gefährdeten Bereichen in nicht betroffene Gebäudeteile gebracht. Die Einsatzkräfte begannen anschließend sofort mit den Löschmaßnahmen und unterstützten die Mitarbeitenden bei der Verlegung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Dank des hohen Kräfteansatzes konnte die Feuerwehr bereits gegen 18.30 Uhr „Feuer aus“ melden. Nach den Belüftungsmaßnahmen wurde das gesamte Gebäude begangen. Die Messungen ergaben keine gesundheitsgefährdenden Werte, sodass alle Bewohnerinnen und Bewohner in ihre Wohnbereiche zurückkehren konnten.

Zwei Mitarbeitende hatten während der Evakuierung Rauchgas eingeatmet und wurden vorsorglich vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Insgesamt waren 120 Einsatzkräfte mit 44 Fahrzeugen im Einsatz. Das Einsatzende war laut Feuerwehr um 21 Uhr.

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

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