Staffel wurde speziell ausgebildet
Neue Spezialeinheit soll Feuerwehrleute retten
- Aufgabe der neuen Einheit ist es, Feuerwehrleute zu unterstützen und zu retten, die während eines Einsatzes unter Atemschutz selbst in eine Notlage geraten.
- Foto: Feuerwehr Kerpen
Kerpen (red). Die Feuerwehr Kerpen hat eine neue „Atemschutz-Notfall-Trainierte-Staffel“ (ANTS) offiziell in Dienst gestellt. Bürgermeister Thomas Jurczyk und Feuerwehrchef Andre Haupts stellten die Spezialeinheit nach mehreren Monaten Ausbildung und intensiver Übungen vor.
Die neue Staffel besteht aus rund 30 speziell ausgebildeten Einsatzkräften der Löschzüge Sindorf und Türnich/Balkhausen. Geleitet wird sie von Markus Nattmann, unterstützt von Oliver Wilkens und Manuel Heyn. Die Einheit kann im gesamten Stadtgebiet eingesetzt werden.
Ihre Aufgabe ist es, Feuerwehrleute zu unterstützen und zu retten, die während eines Einsatzes unter Atemschutz selbst in eine Notlage geraten. Zum Einsatz kommt die Staffel vor allem bei Bränden in großen, unübersichtlichen oder schwer zugänglichen Gebäuden. Dort können herkömmliche Sicherheitstrupps an ihre personellen oder taktischen Grenzen stoßen.Bei der offiziellen Indienststellung demonstrierten die Mitglieder der ANTS ihre Fähigkeiten in einer realitätsnahen Übung. Gezeigt wurde unter anderem, wie verunfallte Atemschutzgeräteträger gesucht, ihre Atemluftversorgung sichergestellt und sie anschließend aus Gefahrenbereichen gerettet werden können.
Ein besonderer Vorteil der neuen Einheit liegt nach Angaben der Feuerwehr darin, dass mehrere lebensrettende Maßnahmen gleichzeitig durchgeführt werden können. Während ein Trupp nach vermissten Einsatzkräften sucht, bereiten weitere Kräfte den Rettungsweg vor oder unterstützen die Bergung. Dadurch sollen wertvolle Minuten gewonnen werden.Der Aufbau der Staffel wurde über einen längeren Zeitraum vorbereitet. Anregungen holte sich die Feuerwehr Kerpen dabei auch bei der Berliner Feuerwehr, deren Konzept in die Entwicklung der neuen Einheit einfloss. Die Ausbildung umfasste unter anderem spezielle Such- und Rettungstechniken, die Sicherstellung der Atemluftversorgung sowie zahlreiche Übungen unter Nullsicht und hoher körperlicher Belastung.
Redakteur/in:Georg Zingsheim aus Kerpen |