Hinweisschilder im Rhein-Erft-Kreis
Hinweisschilder sollen Hundehalter sensibilisieren

Die neuen Hinweisschilder „Felder sind Lebensraum“ sollen kreisweit an geeigneten Stellen aufgestellt werden.  | Foto: Rhein-Erft-Kreis
  • Die neuen Hinweisschilder „Felder sind Lebensraum“ sollen kreisweit an geeigneten Stellen aufgestellt werden.
  • Foto: Rhein-Erft-Kreis

Um die Agrarlandschaft im Rhein-Erft-Kreis als Lebensraum für seltene und schützenswerte Arten wie Feldlerche, Feldhamster, Rebhuhn, Grauammer oder Feldhase zu erhalten und ihre Bestände langfristig zu sichern, trafen sich Mitglieder des Runden Tisches „Förderung der Biodiversität in der Agrarlandschaft des Rhein-Erft-Kreises“.

Rhein-Erft-Kreis (lk). Seit 2017 bringt das Gremium ein- bis zweimal jährlich Vertreter aus Landwirtschaft und Naturschutz zusammen, um gemeinsam Maßnahmen zum Schutz heimischer Tier- und Pflanzenarten zu entwickeln und umzusetzen.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens stand die Vorstellung des neuen Hinweisschildes „Felder sind Lebensraum“, das künftig kreisweit an geeigneten Stellen aufgestellt wird. Exemplarisch wurde ein Schild in Hürth-Stotzheim installiert. Mit der Aktion sollen insbesondere Hundehalter dafür sensibilisiert werden, im Feld lebende Tiere wie bodenbrütende Feldlerchen und Rebhühner oder Hasen zu schützen und ihre Hunde nicht auf Feldern laufen zu lassen. „Es ist ein Appell an die Tierliebe vieler Hundehalter, die oft nicht wissen, dass gejagte Hasen häufig an einem Stress-Herzinfarkt, akutem Kreislaufschock oder einem Schlaganfall sterben, nachdem der Hund schon längst wieder auf dem Weg ist,“ erläutern beispielhaft Christian Fuchs, der Vorsitzende der Kreisbauernschaft und der Kreislandwirt Willy Winkelhag.

Neben der direkten Gefährdung oder Tötung einzelner Tiere können wiederholte Störungen dazu führen, dass seltene Arten aus ihren Lebensräumen verdrängt werden. Diese sogenannte „Vergrämung“ kann bewirken, dass die Tiere geeignete Flächen dauerhaft meiden. Die Initiatoren appellieren daher, Hunde auf Feldwegen anzuleinen und landwirtschaftliche Flächen nicht zu betreten.

Redakteur/in:

Lars Kindermann aus Rhein-Erft

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