Zu viel Wind
Fahnen der Uckerather KGs konnten nicht gehisst werden

Da die Fahnen aufgrund des zu starken Windes nicht aufgehängt werden konnten, präsentierten die vier Uckerather Karnevalsvereine diese der Presse am Boden.
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  • Da die Fahnen aufgrund des zu starken Windes nicht aufgehängt werden konnten, präsentierten die vier Uckerather Karnevalsvereine diese der Presse am Boden.
  • Foto: Heimermann

Uckerath. Die Presse stand einsam vorm Hotel Landsknecht und niemand von den vier großen Uckerather Karnevalsgesellschaften war zu sehen, sollten doch hier die Vereinsfahnen gehisst werden, um ein Zeichen zu setzen, dass der Karneval in Uckerath trotz Pandemie weiterlebt. Auch wenn es in dieser Session nur zu Beginn ein paar Veranstaltungen gab, wie die Prinzenproklamation im November, wo man erstmals in Uckerath ein Dreigestirn kürte. Uckeraths „Bürgermeister“ und stellvertretender Bürgermeister der Stadt Hennef Thomas Wallau hatte die Presse irrtümlich an den falschen Ort eingeladen, denn die Fahnen sollten diesmal an der Einfahrt Westerwaldstraße zur „Prinzenallee“ (Ackerstraße) aufgehängt werden. Aber schon bei der zweiten Fahne brach man wegen zu starken Windes die Aktion ab und holte die Fahnen wieder runter. Stattdessen präsentierten die Vereinsabordnungen ihre Fahnen im Regen vor dem Uckerather Panoramahintergrund mit der katholischen Kirche.

Danach begrüßte Andreas Becker als Vorsitzender der Westerwaldsterne die Anwesenden in seinem „Werkstattgürzenich“. Mit dem Dreigestirn zeige sich, dass in Zukunft einige karnevalistische Veränderungen anstehen. Er freue sich, wenn die beiden Garden bald wieder auf der Bühne stehen dürfen. Nach Aschermittwoch steht am 2. und 9. März für die Kinder (7-16 Jahre) ein Schnuppertraining in der Turnhalle Uckerath auf dem Programm. Am 4. März absolvieren die Westerwaldsterne ein Probetraining für Jugendliche ab 16 Jahre in der Meiersheide. Nach der Corona-bedingten Pause findet dann am 11. Juni das 15. Kult-Openair mit „Voxxclub“ auf dem Parkplatz vom Hotel Landsknecht statt.

Charly Büllesbach stellte fest: „Nicht nur Corona, sondern auch das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung, aber wir hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder ganz normal feiern, besonders mit dem Dreigestirn. Wir hatten einen tollen Anfang mit der Proklamation, bis wir wieder eingebremst worden sind“. Er hofft, dass es besser wird, auch mit den Besucherzahlen der Veranstaltungen, wo in Zukunft noch enger zusammengearbeitet werden muss. Mit „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ blickt der Remm Flemm-Präsident mit Optimismus in die Zukunft.

Das Uckerather Dreigestirn mit Jungfrau Alexa I. (Alexander Hastrich), Prinz Reiner II. (Reiner Limbach) und Bauer Marcus I. (Marcus Schoop) verlängert seine Regentschaft für ein weiteres Jahr und freut sich in der Session 2022/23 auf normale Auftritte. Statt der geplanten 95 Auftritte in der laufenden Session, haben sie bislang erst fünf absolvieren können. Weiberfastnacht wird es aber noch ein paar Auftritte geben, wenn sie Süßigkeiten - die sonst ihre Haltbarkeit verlieren - in sechs Kindergärten und einer Schule verteilen dürfen. Trotzdem es jetzt durch die Pandemie schlecht gelaufen ist, steht für Prinz Reiner II fest: „Das hätte man sich vor fünf Jahren auch nicht wirklich vorstellen können, gemeinsam Zeit zu verbringen und die Fahnen aufzuhängen. Ausgebremst zu werden ist auf der einen Seite schade, wir wollten aber auch nichts Abgespecktes machen. Wenn, dann wollen wir auch in vollen Zügen genießen“. Weiter geht der Prinz mit dem Dreigestirn und der KG Bierth optimistisch im November in die nächste Session, um dann voll durchzustarten. Die Spendenaktion des Dreigestirns mit dem Verkauf der Schals zur Anschaffung eines Bauwagens für die Kinder des Fördervereins der Grundschule Uckerath läuft noch bis Mitte August, dann will man die Spendeneinnahmen übergeben. Beim Weihnachtsbasar ist schon eine vierstellige Spendensumme durch den Verkauf von Glühwein und Sachspenden zusammengekommen und man hofft, dass sich die Summe auf dem Kinderfest am 18. Juni noch deutlich erhöht.

Für die KG Grün Weiß Eulenberg sagte ihr Geschäftsführer Bruno Schumacher: „Wir machen in dieser Session janix, aber für solche Aktionen wie Fahnen aufhängen sind wir gerne dabei“. Nach Abflauen von Corona startet ihr Damenkomitee am 20. August mit einem Openair-Sommerfest auf dem alten Sportplatz in Kölsch Büllesbach nur für Frauen (Männer dürfen ab 19 Uhr mitfeiern) die Feierlichkeiten zu ihrem 50-jährigen Bestehen. Frank Malotki (2. Vorsitzender der KG Remm Flemm) rief zum dreifachen „Bierther, Üle, Remm Flemm un Stäne, zusamme fiere mir so jerne“ auf und beendete damit den offiziellen Teil der Fahnenaktion.

Redakteur:

Alfred Heimermann aus Hennef

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