Närrischer Löwe
Gelebter Karneval
- Glückwunsch zum 32. Närrischen Löwen: OB Guido Déus gratuliert der Tanzgruppe „Bodo und die Ballermänner“ der Prinzengarde Weiß-Rot-Röttgen.
- Foto: Sascha Engst/Bundesstadt Bonn
Bonn (red). Mit einem kräftigen Applaus endete der traditionelle Karnevalsempfang der Stadt Bonn im Altes Rathaus Bonn. Höhepunkt des Abends war die Verleihung des 32. Närrischen Löwen an die Tanzgruppe „Bodo und die Ballermänner“, das Männerballett der Prinzengarde Weiß-Rot-Röttgen. Oberbürgermeister Guido Déus überreichte die Auszeichnung und würdigte damit Engagement, Humor und Beständigkeit im Bönnschen Karneval.
Der Empfang ist fester Bestandteil des Bonner Sitzungskalenders. Mit ihm bedankt sich die Stadt Bonn bei Prinzenpaaren, Tollitäten, Kinderprinzenpaaren sowie bei Vertreterinnen und Vertretern der Festausschüsse stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen, die das Brauchtum tragen. In seiner Begrüßung erinnerte Déus daran, dass in dieser Session auch 200 Jahre Bonner Karneval gefeiert wurden – ein Jubiläum, das ohne das langjährige Engagement hinter den Kulissen kaum denkbar wäre.
Als die Preisträger aufmarschierten, wurde schnell deutlich, warum die Jury ihre Wahl auf „Bodo und die Ballermänner“ fallen ließ. Die Gruppe steht für eine Ursprünglichkeit des Karnevals, bei der Selbstironie, Spielfreude und Nähe zum Publikum im Mittelpunkt stehen. Seit rund drei Jahrzehnten begeistert das Männerballett mit Auftritten, die weniger auf Perfektion als auf Herz und Humor setzen – oft unentgeltlich oder gegen eine kleine Aufwandsentschädigung.
Der Närrische Löwe wird seit 1993 in jeder Session an Menschen oder Gruppen verliehen, die sich besonders um den Bonner Karneval verdient gemacht haben. Die Auszeichnung ist nicht nur symbolisch: Der überreichte Plüschlöwe stammt vom World Wide Fund For Nature und ist mit einer Spende an die Naturschutzorganisation verbunden. So verbindet der Preis karnevalistische Anerkennung mit einem Blick über den Tellerrand – ganz im Sinne eines lebendigen Brauchtums.
LeserReporter/in:Juliane Schmidt-Sodingen aus Bonn |
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