Reitsport
Starke Impulse für Inklusion im Dressursport
Frechen-Buschbell (lk). Beim jährlichen Para-Dressur-Reitturnier auf der Reitanlage der Gold-Kraemer-Stiftung traf der deutsche Para-Dressurnachwuchs auf die deutschen Spitzen-Dressurreiterinnen und Reiter.
Mit Regine Mispelkamp trat die frisch gebackene Para-Dressur-Europameisterin in der Einzelwertung und in der Kür an. Sie ging in Frechen mit einem ihrer Nachwuchspferde an den Start. Mit Isabell Nowak war eine weitere Europameisterin vertreten, die zusammen mit Regine Mispelkamp und ihren Mannschaftskameradinnen Heidemarie Dresing und Melanie Wienand im niederländischen Ermelo Anfang September den Europameistertitel in der Teamwertung holte. Auch Isabell Nowak nutzte das Turnier dazu, ihr Nachwuchspferd zu testen.
Seit 2024 finden auch die Regelsportler den Weg nach Frechen-Buschbell. Denn gemeinsam mit den Para-Dressurreitern absolvieren sie das neue Prüfungsformat „Para-Deux“. In Zweierteams reiten die Regelsportler die Aufgaben ihrer Para-Kollegen. Beide Ritte fließen in die Wertungen ein. Daniel Weinrauch, der Leiter der Landes- Reit- und Fahrschule Rheinland, überzeugte sich in diesem Jahr in einem der insgesamt 18 Para-Deux-Teams vom neuen inklusiven Prüfungsformat.
Unter den Augen von Bundestrainerin Silke Fütterer-Sommer und Co-Bundestrainer Rolf Grebe zeigten auch junge Athleten sportliche Höchstleistungen. „Viele junge Talente, die wir heute gesehen haben, kommen zum Teil zum ersten Mal in Kontakt mit einem Turnierformat. Hier nutzen sie ihre Chance, Erfahrungen zu sammeln und sich für höhere Aufgaben zu empfehlen“, so die Bundestrainerin. Unter dem Nachwuchs war auch eine Schülerin von Europameisterin Isabell Novak, die zum allerersten Mal Turnierluft schnupperte.
„In diesem Jahr war es uns besonders wichtig, auch den Jüngsten im Dressursport eine Reitbühne zu bieten, wenn auch noch ohne Pferd mit vier Beinen“, berichtete Inga Nelle, Betriebsleiterin des PRZ und Vorsitzende des Vereins PRZ-Frechen, der sich als gastgebender Verein über die Teilnahme von 30 Kindern im Alter von 4 – 14 Jahren beim Hobby-Horsing freuen konnte.
Auch für die „Zweibeiner“ gab es Wertungen für die unterschiedlichen Gangarten. Hinzu kamen hierbei noch Springübungen als Zeitspringen über einen Hindernisparcours. „Bei Hobby-Horsing verbinden sich Bewegung, Kreativität und spielerisches Training miteinander. So gelingt es, Kindern früh den Zugang zum Reitsport zu eröffnen – jenseits von Leistungsdruck, aber mit echtem Anspruch“, unterstrich Inga Nelle.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |
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