Beobachtungsabend in Vogelsang
Nachtfalter im Fokus
- Bizarre Form: Der Mondvogel (Phalera bucephala) imitiert mit seinem Aussehen ein abgebrochenes Stückchen Holz.
- Foto: NABEAR e.G.
Das Naturschutz-Bildungshaus Eifel-Ardennen-Region bietet am Samstag, 11. Juli, ab 20.30 Uhr einen Abend zur Nachtfalterbeobachtung an. Referent Thomas Pätzold eröffnet die Veranstaltung mit einem einleitenden Vortrag und begleitet die Beobachtungen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Schleiden-Vogelsang (lk). Nachtfalter haben oft einen schweren Stand. Während tagaktive Schmetterlinge vielfach als farbenprächtige Hingucker wahrgenommen werden, gelten ihre nachtaktiven Verwandten häufig als unscheinbar. Dabei eröffnet sich nach Einbruch der Dunkelheit eine vielfältige Welt mit ungewöhnlichen Formen, auffälligen Farben und besonderen Überlebensstrategien.
Wer an einem sogenannten „Leuchtturm“ steht, kann diese Vielfalt aus nächster Nähe erleben. Dabei handelt es sich um ein Gazetuch in Säulenform, das von innen heraus durch UV-Licht erhellt wird. Für die Nachtfalter der Umgebung ist dies ein unwiderstehliches Lockmittel. Es dauert meist nur wenige Minuten, bis die ersten eintreffen: kleine, zierliche Spanner mit filigranen Flügelmustern, Schwärmer, die wie winzige Kolibris vor dem Licht schwirren, oder prächtig gefärbte Arten wie Brauner Bär, Blaues Ordensband oder Abendpfauenauge. Zu den Besuchern zählen kleine Spanner mit filigranen Flügelmustern, Schwärmer, die vor dem Licht schweben, sowie Arten wie Brauner Bär, Blaues Ordensband oder Abendpfauenauge. Viele dieser Tiere bleiben im Alltag verborgen. Am Leuchtturm lassen sie sich beobachten und fotografieren, da sie häufig ruhig auf der Gaze sitzen.
Neben Nachtfaltern werden regelmäßig weitere nachtaktive Insekten angelockt, darunter Käfer, Florfliegen, Köcherfliegen und Zikaden. So entsteht ein Eindruck von der Vielfalt des nächtlichen Lebens.
Die Veranstaltung dauert bis 24 Uhr und findet im Seminarhaus, Vogelsang 86 in Schleiden-Vogelsang, statt. Für Erstteilnehmer ist die Teilnahme kostenfrei. Sinnvoll sind Taschenlampe, Kamera oder Smartphone sowie warme Kleidung. UV-Schutzbrillen werden vom Veranstalter gestellt. Anmeldungen sind per E-Mail an anfrage@nabear.de möglich. Informationen gibt es auf der Internetseite des Naturschutz-Bildungshauses.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |