Kreisstraße freigegeben
Freie Fahrt auf der K 79
- Nach rund zweijähriger Bauzeit ist die Kreisstraße 79 zwischen Tondorf und Falkenberg wieder für den Verkehr freigegeben.
- Foto: U. Mießeler / Gemeinde Nettersheim
Die Kreisstraße 79 zwischen der Ortsdurchfahrt Tondorf und der Kreisgrenze bei Falkenberg ist offiziell wieder für den Verkehr freigegeben worden. Nach rund zweijähriger Bauzeit wurde der gesamte Streckenzug auf einer Länge von rund 3.150 Metern grundhaft erneuert.
Kreis Euskirchen (lk). Landrat Markus Ramers, sein Vertreter Achim Blindert, Bürgermeister Norbert Crump, Vertreter der e-regio, der ausführenden Firma Josef Scheiff aus Kirchheim sowie Bürger kamen zur offiziellen Freigabe zusammen. „Die K 79 verbindet nicht nur Orte miteinander, sie reicht bis an die Landesgrenze und damit über die Grenzen unseres Kreises hinaus“, sagte Landrat Ramers. „Gerade im ländlichen Raum entscheidet eine verlässliche Infrastruktur darüber, ob Menschen gut und sicher zur Arbeit kommen, Kinder zur Schule gelangen und Wege zum Einkaufen, zum Vereinssport oder zu Terminen funktionieren. Gute Straßen sind kein nice to have, sondern Teil der Daseinsvorsorge“, so Ramers weiter.
Die Maßnahme war als Gemeinschaftsbaumaßnahme des Kreises Euskirchen mit der Gemeinde Nettersheim und der e-regio umgesetzt worden. Die Gemeinde Nettersheim erneuerte unter anderem Bordsteinanlagen, Gehwegpflaster, Trinkwasserleitung und Straßenbeleuchtung. Außerdem wurden vorsorglich Schutzrohre im Gehwegbereich verlegt, um spätere Aufbrüche im Zuge eines Breitbandausbaus so weit wie möglich zu vermeiden. Die e-regio führte parallel Arbeiten am Stromnetz durch.
Vor Beginn der Arbeiten wies die K 79 auf der gesamten Streckenlänge erhebliche Fahrbahnschäden auf. Insbesondere auf der freien Strecke waren zuvor immer wieder Ausbesserungen durch den Bauhof erforderlich. Im Zuge der Arbeiten wurden die Entwässerungsanlagen überarbeitet sowie Leerrohre unter der K 79 verlegt, um künftige Eingriffe in die Fahrbahn zu vermeiden. Eine Besonderheit sind Querriegel in den Gräben der freien Strecke: „Sie halten Oberflächenwasser zurück und sorgen dafür, dass es langsamer abfließen kann“, erklärt die Kreisverwaltung.
Die Gesamtkosten der Maßnahme liegen bei rund 2,35 Millionen Euro. Für Straße, Nebenanlagen und Straßenbeleuchtung belaufen sich die förderfähigen Kosten auf rund 1,58 Millionen Euro; hiervon werden 75 Prozent aus Landesmitteln gefördert. Der Eigenanteil des Kreises Euskirchen und der Gemeinde beträgt somit rund 395.000 Euro. Die Gemeinde Nettersheim trägt für ihren Anteil, unter anderem Hauptwasserleitung, Grundstücksanschlüsse und vorsorglich verlegte Leerrohre, zusätzlich rund 650.000 Euro. Die e-regio investierte rund 120.000 Euro in die Verstärkung des Stromnetzes.
Ein besonderer Dank galt bei der offiziellen Eröffnung den Anwohnern aus Falkenberg, Hümmel und Umgebung. Sie mussten während der Bauzeit erhebliche Umwege in Kauf nehmen, zumal zeitgleich auch in Ohlenhardt gebaut wurde. Um die Belastungen zu reduzieren, wurde die Strecke in den beiden Winterperioden jeweils für den Verkehr freigegeben.
Redakteur/in:Lars Kindermann aus Rhein-Erft |