Mit dem Rad die Sieg entlang
Freie Fahrt für den nicht-motorisierten Verkehr
- Durchfahrt verboten für motorisierte Fahrzeuge hieß es am vergangenen Sonntag entlang der Strecke an der Sieg anlässlich von „Siegtal pur“.
- Foto: Herkenrath
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Eitorf. Als einige Kommunen vor 30 Jahren die Idee hatten, die Strecke des Sieglaufs von der Quelle bis zur Mündung einen Tag lang nur für Radfahrer, Fußgänger und Skater freizuhalten, war der heutige Fahrradboom noch nicht abzusehen. Und doch war die Veranstaltung von Beginn an ein Erfolg, auch wenn sie zunächst noch nicht über die gesamte Strecke ging.
Auch in diesem Jahr begaben sich wieder zahlreiche Radfahrer auf die fast 110 Kilometer lange Strecke. Dabei war nicht absehbar, ob das Wetter mitspielen würde. Es gab jedoch entlang der Strecke ausreichend Möglichkeiten, den wenigen Regentropfen auszuweichen.
Wer aus Richtung Hennef kam, konnte sich nach der langen Fahrt auf der L333 in Happach bei der Dorfgemeinschaft Merten stärken. Nur ein paar hundert Meter weiter wurden andere „Probleme” behoben. Die 2016 von Günter Lukas gegründete Fahrradwerkstatt der Eitorfer Tafel, die Bedürftige mit instandgesetzten Fahrrädern versorgt, öffnete anlässlich des Radevents außerplanmäßig die Tore. Die emsigen Schrauber, die seit 2024 von Detlef Maahs geleitet werden, reparierten professionell die Schäden an den Fahrrädern und verhinderten so, dass die Etappe schon in Eitorf-Harmonie endete. Die ebenfalls direkt an der Strecke gelegene evangelische Kirche bot einen Radler-Gottesdienst und im Anschluss eine gute Verköstigung im lauschigen Kirchgarten.
Ein besonderes Highlight wurde auf dem Eitorfer Marktplatz geboten. Hierzu musste die Strecke kurz verlassen werden, was besonders von den Familien ausgiebig genutzt wurde. Schließlich wartete dort ein vielfältiges Angebot, das besonders die Kinder begeisterte. Während sich die Erwachsenen an diversen Ständen stärken konnten, hatten die Kinder Spaß an vielen kostenfreien Attraktionen. Der Aktivkreis Eitorf organisierte die „Radlers-Rast“. Weitere Möglichkeiten zur Rast gab es auf der Eitorfer Strecke in Alzenbach. So konnten die verbrannten Kalorien sofort wieder „aufgefüllt” werden.
Viele Biker nutzten auch die Gelegenheit, einen Teil der Strecke mit der Bahn zurückzulegen. Im kommenden Jahr wird es dieses Angebot möglicherweise in der Form nicht geben, da die Strecke wegen Arbeiten der Deutschen Bahn voraussichtlich bis zum 9. Juli gesperrt sein könnte.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Stefan Herkenrath aus Eitorf |