"Eitorfer Frühling"
Der Frühling lockte tausende Besucher
- Bei hervorragendem Wetter präsentierte sich der „Eitorfer Frühling“ und sorgte für gut besuchte Gaststätten und Eiscafés.
- Foto: Herkenrath
- hochgeladen von Daniel Engel
Eitorf. Angesichts des großen Besucherandrangs auf dem „Eitorfer Frühling“ konnte man durchaus das Gefühl bekommen, es handele sich um eine weitere Kirmes im Ort. Schließlich reichen die Wurzeln dieser Gewerbeausstellung weit zurück in die Eitorfer Geschichte. Das Extra-Blatt berichtete bereits, dass sie aus der Eitorfer Frühjahrskirmes hervorging, die später behördlich verboten wurde. Die Wiederbelebung erfolgte zunächst in Form einer jährlichen Autoausstellung und mündete schließlich in die große Gewerbeausstellung, wie sie heute bekannt ist. Auf dem Marktplatz und den umliegenden Straßen präsentierten fast 90 Händler, Organisationen, Verbände und Vereine ihre Waren und Dienstleistungen. Die Spanne reichte dabei von der klassischen Automeile über Wellness, Heim und Garten bis hin zu aktuellen Umwelt- und Energiethemen.
Bei dem fast sommerlichen Wetter ging das Konzept, auf ein großes Ausstellungszelt zu verzichten und stattdessen viele kleine Pagodenzelte aufzustellen, voll auf. Verteilt über den ganzen Tag schlenderten Tausende von Besuchern durch das Ausstellungsgelände. Es gab viel zu entdecken. Aktuelle Automodelle, trendige Pedelecs und Möglichkeiten der Energieeinsparung. Zudem wurden zahlreiche Gewinnspiele angeboten – niemand musste ohne ein kleines Präsent den Heimweg antreten. Sicherlich interessant war auch die Bandbreite, die das heimische Handwerk und der Handel zu bieten haben. Für Kinder gab es viele Möglichkeiten, den Tag zu gestalten: Es gab Malaktionen, einen Bobby-Car-Parcours, eine Hüpfburg, Bull-Riding und ein Karussell. Wer als Erwachsener einen „Kick” erleben wollte, konnte im Simulator des ADAC einen Fahrzeugüberschlag simulieren.
Was auf den ersten Blick unspektakulär wirkte, weil der Anschnallgurt ja seinen Dienst verrichtete, wurde dann doch zur Herausforderung. Aufgrund der Spannung, die der hängende Körper auf das Gurtsystem ausübt, kann dieses nur schwer gelöst werden. Bereits nach vier Minuten kann ein Mensch bewusstlos werden, wenn er kopfüber hängt. Hier gaben Mitarbeiter des ADAC wertvolle Tipps: Gurt entlasten, indem man sich vom Dach abstemmt.
Neben den großen Karossen der etablierten Hersteller wirken die kleinen Hot Rods von Dirk Kösling eher wie Spielzeuge. Der findige Unternehmer bietet mit seinen zehn kleinen Cabrio-Flitzern geführte Touren durch die schöne Heimat an. Mit den von einem 14-PS-Honda-Motor angetriebenen Einsitzern legt man in einer zweistündigen Tour fast 100 Kilometer durch idyllische Landschaften zurück und fällt dabei ganz sicherlich auf. Alles, was benötigt wird, stellt der Verleiher, nur den gültigen Pkw-Führerschein muss man mitbringen.
Die Rathaustreppe diente als Bühne, davor konnten sich die Besucher auf Bänken eine Auszeit gönnen und der abwechslungsreichen Livemusik von „Young Hope“ lauschen. Der große Chor gab mit seiner Band ein zweistündiges Konzert und verließ erst nach Zugaben und großem Applaus die Freiluftbühne. Überall, an allen Ständen und auch in den Geschäften, die den verkaufsoffenen Sonntag nutzten, war sehr viel los. Die längsten Schlangen bildeten sich jedoch definitiv vor den gut besuchten Eiscafés.
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Stefan Herkenrath aus Eitorf |
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