Begehung der Brühler Notunterkünfte
Oftmals für länger untergebracht

Bürgermeister Dieter Freytag, Dr. Matthias Petran, ehem. Vorsitzender der Brühler Tafel, Kerstin Richter, Helmut Wiesner, Theo Broich, Stefanie Domsch und Martin Pazdersky, Fachbereich Soziales. | Foto: Stadt Brühl
  • Bürgermeister Dieter Freytag, Dr. Matthias Petran, ehem. Vorsitzender der Brühler Tafel, Kerstin Richter, Helmut Wiesner, Theo Broich, Stefanie Domsch und Martin Pazdersky, Fachbereich Soziales.
  • Foto: Stadt Brühl

Brühl (red). Bei einer Begehung der städtischen Notunterkunft am Lupinenweg verschafften sich Bürgermeister Dieter Freytag sowie weitere Vertreter des Vereins „Nach Vorn“ einen detaillierten Überblick über die derzeitige Situation vor Ort.

Im Mittelpunkt standen die baulichen Gegebenheiten sowie das Hilfe- und Unterstützungsangebot der SKM-Beratungsstelle, die seit 13 Jahren von Dipl.-Sozialpädagogin Stefanie Domsch geführt wird.

Die Besucher erhielten Einblicke, wie individuell zugeschnittene Hilfen, kontinuierliche Begleitung und systemische Vernetzung Betroffene in Krisensituationen orientieren, unterstützen, stabilisieren und auf längere Sicht Perspektiven vermitteln können. Zu Beginn hob Freytag die Bedeutung wohnortnaher, qualifizierter Beratung und Begleitung in der Notunterkunft hervor. Sein Ziel war es, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Lupinenwegs eine verlässliche und niederschwellige Anlaufstelle vor Ort zu bieten. Die Begehung diente zudem dazu, ein umfassendes Bild der vorhandenen Strukturen, Abläufe und Angebote zu gewinnen und zugleich der Arbeit des Sozialdienstes Katholischer Männer für den Rhein-Erft-Kreis e. V. (SKM) sowie dem Fachbereich Soziales der Stadt Brühl Anerkennung entgegenzubringen. Stefanie Domsch erläuterte: „Die Beratungsstelle fungiert als temporärer Anker in Krisensituationen - mit Fokus auf Stabilisierung und der Vermittlung in längerfristige Hilfen“.

Die angespannte Wohnungsmarktsituation, insbesondere im Niedrigpreis-Sektor, verschärfe den Zugang zu bezahlbarem Wohnraum. Viele Menschen fänden dort kaum passende Angebote, was den Aufenthalt in der Notunterkunft Lupinenweg oftmals für eine längere Zeit erforderlich macht. „Unsere Arbeit baut auf einer engen Verknüpfung von Praxis, Netzwerkarbeit und lokaler Partnerschaft auf“, betonte sie. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Fachbereich Soziales der Stadt Brühl, der SKM-Beratungsstelle und zahlreicher weiterer Akteure lokaler Hilfesysteme werde als zentraler Faktor wahrgenommen, der eine effektive und koordinierte Unterstützung sicherstellt.

Gleichzeitig wurde auf eine rückläufige Spendenbereitschaft in den vergangenen Jahren hingewiesen. Vor diesem Hintergrund bleibt die verlässliche Unterstützung durch „Nach Vorn e. V.“ sowie durch lokale Einrichtungen wie die Brühler Tafel von zentraler Bedeutung für eine nachhaltige Arbeit vor Ort.

Redakteur/in:

Montserrat Micaela Manke

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