Jeck gegen Rechts
"Gemeinsam für Brühl" und "Omas gegen Rechts" beim Närrischen Elias
- hochgeladen von Susanne Bourier
Bunt, bunter, buntissimo - so war der „Närrische Elias“ 2026. Der Karnevalszoch in Brühl zog wieder zehntausende Brühlerinnen, Brühler und ihre Gäste an den Zugweg. Einen nicht zu übersehenden, neuen Farbtupfer setzte die Teilnahme der „Omas gegen Rechts“ gemeinsam mit der parteiübergreifenden Initiative „Gemeinsam für Brühl“ direkt hinter der virtuos aufspielenden Sambaband „Sambasurium“. Die Musikerinnen und Musiker feierten ihren 30. Geburtstag und trommelten ihr Jubiläum lautstark in die Brühler Narrenwelt. Die Luft, so sagen viele, soll vibriert haben. Der gemeinsame Auftritt der „Omas gegen Rechts“ und „Gemeinsam für Brühl“ Seite an Seite bleibt ein starkes Zeichen. Beide Brühler Initiativen treten ein für unsere Demokratie, ein Miteinander ohne Hass und Rassismus und gegen rechtsextremistische Tendenzen. „Gerade im Karneval“, sagt Kirsten Stuhlsatz von „Gemeinsam für Brühl“, „müssen die Botschaften „Omas rollen gegen Rechts“ und „Rassismussweg“ klar gesetzt werden. Gemeinsam stehen wir noch stärker gegen Rechtsextremismus.“ Und die Brühlerinnen und Brühler bejubelten das. Sogar der durchaus jecke Bürgermeister Dr. Marc Prokop wurde mit einem Button „Gemeinsam für Brühl“ am Revers gesichtet. Er stand ihm ganz vortrefflich. Die selbst gebackenen Kekse mit dem Logo „Omas gegen Rechts“ hatten keine Überlebenschance und landeten umgehend in hungrigen Mündern von zehntausenden Jecken und Jeckinnen am Straßenrand. Das augenzwinkernde Logo „Liebelein, fall nicht auf Nazis rein!“ auf den Buttons von „Gemeinsam für Brühl“ erntete zustimmendes Kichern und hoch gereckte Daumen. „Bei mir haben Rechtsextreme eh keine Chance“, lächelte eine begeisterte Beobachterin des „Närrischen Elias“. Auf der Stelle wurden die Logos an die stolze Narrenbrust geheftet. Nicht einer der liebevoll gestalteten Buttons blieb übrig. Die Botschaft haben die Jeckinnen und Jecken verstanden. Mit Rassismus und Rechtsextremismus haben sie so gar nichts am bunten Hütchen. Die Mitglieder beider Initiativen genossen die Stimmung. „Es war so schön zu sehen,“ sagt Beate Fleming von den „Omas gegen Rechts“, „wie bunt Brühl ist. So viele Menschen unterschiedlicher Nationen haben mit uns allen gejubelt, geschunkelt, geschrien, gelacht und einfach Karneval gefeiert. Es war ein großes Fest des friedlichen, freundlichen Miteinanders.“ Schließlich ist ja auch jeder Jeck anders. Und ein Wort kannten alle: „Kaaaaaamelllleeee!“
LeserReporter/in:Susanne Bourier aus Brühl |