Sparmaßnahmen reichen nicht aus
Der Brühler Haushalt steht unter Druck

„Die Lage ist ernst“, so Bürgermeister Dr. Marc Prokop. Zur nächsten Ratssitzung sollen weiterer Sparvorschläge für den Brühler Haushalt zur Entscheidung vorgelegt werden. | Foto: Montserrat Manke designed mit KI
  • „Die Lage ist ernst“, so Bürgermeister Dr. Marc Prokop. Zur nächsten Ratssitzung sollen weiterer Sparvorschläge für den Brühler Haushalt zur Entscheidung vorgelegt werden.
  • Foto: Montserrat Manke designed mit KI

Brühl (mm). Die finanzielle Lage der Stadt bleibt angespannt. Wie aus einer Pressemitteilung aus dem Bürgermeisterbüro hervorgeht, habe der umfassende Kassensturz gezeigt, dass Einsparungen allein nicht ausreichen, um den Haushalt grundlegend zu entlasten.

In den vergangenen Monaten wurden alle Bereiche der Verwaltung überprüft. Dabei habe man Einsparpotenziale identifiziert und erste Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung umgesetzt.

Zum Beispiel wurde die Planung für den Neubau einer Wohnanlage mit integriertem Kindergarten in der Anna-Seghers-Straße überarbeitet - mit dem Ziel, Baukosten zu reduzieren und den Wohnbereich künftig dem freien Wohnungsmarkt zuzuführen.

Auch der Verkauf des Grundstücks in der Hedwig-Gries-Straße sowie der dort aufgestellten Container wurde vorbereitet und stehe kurz vor dem Abschluss.

Die Container werden derzeit zur Unterbringung zugewiesener Geflüchteter und als Außenstandort der Verwaltung genutzt.

Weitere Vorschläge sollen in der Ratssitzung am 18. Mai zur Entscheidung vorgelegt werden. Diese könnten nach Angaben der Verwaltung zu deutlichen Kostensenkungen führen, betreffen jedoch teilweise einschneidende Maßnahmen. Genannt werden unter anderem die Umplanung des Neubaus der Feuerwache, die Beendigung der Kooperation mit der Drogenhilfe sowie der Verzicht auf die Erstellung eines Inklusionskonzeptes.

„Ich bin angetreten mit dem klaren Versprechen, unsere Finanzen offenzulegen und konsequent zu prüfen, wo wir sparen können. Genau das haben wir in allen Bereichen getan. Daraufhin wurden Einsparungen auf den Weg gebracht, Abläufe hinterfragt und Prioritäten neu gesetzt“, betont Dr. Marc Prokop, der sagt, dass man nur mit Ehrlichkeit und Transparenz gemeinsam die richtigen Entscheidungen für die Zukunft Brühl treffen könne: „Und die Lage ist ernst. Trotz aller Anstrengungen reichen die bislang identifizierten Einsparungen allein nicht aus, um unseren Haushalt grundlegend zu entlasten“, so der Bürgermeister in der Pressemitteilung. Der eingeschlagene Konsolidierungskurs in der Verwaltung soll daher weiter konsequent fortgesetzt werden.

Redakteur/in:

Montserrat Micaela Manke

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