ADFC-Aktion
„Mit dem Rad zur Arbeit“ 2022

Teilnehmer der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ 2021 aus Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Euskirchen erhielten im Gobelinsaal des Alten Rathauses attraktive Preise für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.
  • Teilnehmer der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ 2021 aus Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Kreis Euskirchen erhielten im Gobelinsaal des Alten Rathauses attraktive Preise für ihren Einsatz im vergangenen Jahr.
  • Foto: Engst /ADFC

Bonn/Region (red). Wieder in gewohnter Form findet in diesem Jahr die Aktion Mit dem Rad zur Arbeit statt. Berufstätige und Studierende sind aufgerufen, in Bonn und den Kreisen Rhein-Sieg und Euskirchen ihre Wege mit dem Rad zurückzulegen. Auf der Eröffnungsveranstaltung im Alten Rathaus übergab Bürgermeisterin Melanie Grabowy in Vertretung für Oberbürgermeisterin Katja Dörner, Schirmherrin der Aktion 2021, den Stab an Dr. Olga Nevska für die neue Schirmherrin, die Deutsche Telekom.

Nachdem die Unternehmen, Behörden und Hochschulen wieder zum Regelbetrieb zurückkehren und entsprechend der Verkehr auf den Straßen wieder zugenommen hat, hoffen die AOK Rheinland/Hamburg und der ADFC Bonn/Rhein-Sieg als Träger der Aktion, dass viele Beschäftigte weniger mit dem Auto, sondern verstärkt mit dem Rad zur Arbeit fahren.

„Das ist mit Blick auf hohe Infektionszahlen der sicherste und zugleich gesündeste Weg zur Arbeit“, sagte ADFC-Vorsitzende Annette Quaedvlieg bei der Auftaktveranstaltung im Alten Rathaus. „Die Staus auf den Autobahnen in der Region und den Haupteinfallstraßen nach Bonn haben wieder Vor-Corona-Niveau erreicht. Mit Blick auf die Sperrung von Fahrspuren etwa auf der Reuterstraße ist nur zu hoffen, dass viel mehr Beschäftigte das Rad als schnelle Alternative neu entdecken.“

Bürgermeisterin Melanie Grabowy betonte, dass die Stadt Bonn aktuell stark den Radverkehr fördert und neue Routen ausweist. „Die Bundesstadt Bonn will bis 2035 klimaneutral werden. Im Rahmen der dafür notwendigen Mobilitätswende wird insbesondere mit der Umsetzung der Ziele des Bürgerbegehrens ‚Radentscheid Bonn‘ die Infrastruktur für den Rad- und Fußverkehr in den nächsten Jahren entscheidend verbessert. So sollen beispielsweise ein durchgehendes Radwegenetz errichtet, neue Rad- und Gehwege angelegt, neue Fahrradabstellplätze eingerichtet sowie große Ampelkreuzungen sicher gestaltet werden.“

Für die AOK Rheinland/Hamburg betonte Regionaldirektor Helmut Schneider die gesundheitlichen Aspekte des Radfahrens. „Radelnde Mitarbeiter sind gesünder und kommen weniger gestresst am Arbeitsplatz an“, so Schneider. Arbeitnehmer, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen, sind durchschnittlich zwei Tage pro Jahr weniger krank als solche, die das Auto oder den Personennahverkehr wählen. Deshalb sei es auch sinnvoll, wenn sich Betriebe stärker Gedanken machen, wie Kolleginnen und Kollegen den Weg zur Arbeit zurücklegen. „Wer vor der Arbeit schon eine Stunde im Stau gestanden und sich geärgert hat, der fängt den Arbeitstag schon gestresst an.“ Wird der Weg jedoch mit dem Fahrrad zurückgelegt, wird das Immunsystem gestärkt, wovon nicht nur der Arbeitnehmer, sondern auch der Arbeitgeber profitiert.

Neues Aushängeschild der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit ist 2022 die Deutsche Telekom, die von der Stadt Bonn die Schirmherrschaft übernommen hat. Olga Nevska, seit 2019 Geschäftsführerin der Telekom MobilitySolutions und damit zuständig für 20.000 Kraftfahrzeuge, mit denen die Servicekräfte und Vertriebsmitarbeiter zu den Kunden fahren, betonte die Verantwortung, die Unternehmen auch für die Mobilität ihrer Mitarbeitenden haben. „Der Umstieg auf E-Mobilität ist zu kurz gegriffen, denn dann verstopfen weiterhin Tausende von Autos unsere Städte und Autobahnen. Das wird sich gerade in Bonn noch verschlimmern, wenn z.B. die Reuterstraße oder die Nordbrücke erneuert werden“, so Dr. Nevska. „Wir brauchen deshalb alternative Mobilitätsformen und müssen diese so vernetzen, dass die Nutzung einfach und für jeden verfügbar ist.“ Deshalb mache sich die Telekom für das Fahrrad stark, um zur Arbeit zu kommen, biete Bikesharing per App und seit 2015 die Möglichkeit, Teile des Gehalts für den Kauf von Fahrrädern einzusetzen. Allein 2021 hätten 5000 Beschäftigte über dieses Programm ein Fahrrad gekauft.

Bei der Aktion Mit dem Rad zur Arbeit – und auch Studieren ist Arbeit – geht es darum, den Weg zum Betrieb, zur Behörde oder zur Uni an mindestens 20 Tagen mit dem Rad zurückzulegen. Dabei kann ein Teil des Weges auch mit Bus und Bahn kombiniert werden. Wird das Quorum von 20 Tagen geschafft, nehmen die Teilnehmer an der Verlosung attraktiver Preise teil wie Gepäcktaschen von Ortlieb, Lucky Bike Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro und Fahrradzubehör. Alle Teilnehmer können sich auf der Kampagnenseite www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de/rheinland registrieren. Studierende der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg in Sankt Augustin und Rheinbach, der Universität Bonn und der Alanus-Hochschule in Alfter geben als Arbeitgeber einfach ihre Hochschule an.

Teilnehmen können Teams mit bis zu vier Radlern, aber auch Einzelpersonen. In vielen Unternehmen in der Region gibt es eigens Koordinatorenteams, die Beschäftigte bei Interesse einer Teilnahme ansprechen können. Das Radeln im Team mit erfahrenen Radlern hat den Vorteil, dass diese Hilfe leisten können, um zum Beispiel die fahrradfreundlichsten Routen zum Betrieb zu finden und bei der Technik beraten können.

Zur Unterstützung von Beschäftigten, die noch unerfahren sind, haben Aktive des ADFC zahlreiche Pendlerstrecken quer durch Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis abgefahren und als gpx-Files zum Downloaden auf die ADFC-Homepage gestellt.

Alle wichtigen Informationen zur Anmeldung und Gewinnchancen gibt es online unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de .

Redakteur:

RAG - Redaktion

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