Radarüberwachung
Mehr Sicherheit mit Radar

Der Bildschirm zeigt Menschen auf dem Schulhof an. Vlnr. zeigen Ralf Bockhecker, Chantal Roos, die zuständige Sachgebietsleiterin im Ordnungsamt, und Sascha Hessenbruch die Leistungsfähigkeit der neu eingesetzten Technik. | Foto: we
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  • Der Bildschirm zeigt Menschen auf dem Schulhof an. Vlnr. zeigen Ralf Bockhecker, Chantal Roos, die zuständige Sachgebietsleiterin im Ordnungsamt, und Sascha Hessenbruch die Leistungsfähigkeit der neu eingesetzten Technik.
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Hardtberg (we). Der Start eines neuen Überwachungsvorhabens soll den Vandalen an der für Ärger außerhalb ihrer Öffnungszeiten bekannten Lengsdorfer Kreuzbergschule das Handwerk legen. Der kommunale Ordnungsdienst als Abteilung des Bürgeramts der Stadt Bonn testet ab sofort zunächst bis zum Jahresende ein neues radargestütztes und per künstlicher Intelligenz gesteuertes Überwachungssystem.

Das zeigt den Auswertern in der Stadtverwaltungs-Zentrale an, ob sich außerhalb der Öffnungszeiten vor Ort Personen auf den dortigen Spiel- und Schulhöfe bewegen. Die Personen kann man zwar nicht erkennen, aber orten. Zugleich ist die neue Technik datenschutzkompatibel. Sollten die Menschen länger unberechtigterweise verweilen, fährt eine Streife des Ordnungsamtes los, um nachzusehen, was sich dort tut. So soll der Vandalismus auf dem Schulhof verringert werden, für den gerade die Kreuzbergschule bekannt ist. Für dort begangene Straftaten ist nach wie vor die Polizei, nicht etwa das Ordnungsamt der Stadt, zuständig. Die Polizei ist deshalb in die Planungen der Stadt involviert.

„Wir steigern mit dem neuen System erheblich die Effizienz der Einsatzkräfte“, freuen sich Ralf Bockshecker, der Leiter der städtischen Bürgerdienste und Sascha Hessenbruch, Abteilungsleiter Stadtordnungsdienst mit 40 Personalstellen. „Eben weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass wir zwar alarmiert werden, aber niemand mehr vor Ort ist, wenn unsere Streife schließlich vor Ort ankommt.“

Und das neue System? „Hier sind Radarerfassungsgeräte an den Wänden der Schule angebracht. Die registrieren während der Erfassungszeiten ab 19 Uhr bis zum nächsten Morgen, ob sich Personen auf den Schulhöfen bewegen. Wer das ist, wissen wir per Radar nicht. Sollten sich die Personen länger dort aufhalten, fahren wir dorthin und sehen nach.“

„Das spart natürlich Personal, das sonst vergebens unterwegs wäre und sorgt zugleich für mehr Sicherheit“ so Sascha Hessenbruch.

Das System wurde in Gelsenkirchen mit Erfolg erprobt und kommt außer bei der Finkenhofschule demnächst auch beim Trinkbrunnen im Stadtpark von Bad Godesberg zum Einsatz.

Und die Kosten? „Ein mittlerer fünfstelliger Eurobetrag einschl. der Software und der Aufwendungen fürs Internet. Pro Standort muss man mit 4.000 bis 5.000 Euro rechnen.“

Das neue System ist Teil des vom Rat der Stadt beschlossenen vollständigen Sicherheitskonzepts. Dazu gehört beispielsweise auch das in Planung befindliche Ermittlungssystem Abfall.

Während der Erprobungsphase der Radarüberwachung bis zum Jahresende will man feintunen und lernen. Es besteht die wohl nicht unberechtigte Hoffnung, dass mit dem neuen ki-gesteuerten System der Vandalismus und die Lärmbeschwerden nachlassen sowie der teilweise beobachtete Drogenkonsum auf dem Gelände der Finkenhofschule minimiert wird oder ganz aufhört.

Der Bildschirm zeigt Menschen auf dem Schulhof an. Vlnr. zeigen Ralf Bockhecker, Chantal Roos, die zuständige Sachgebietsleiterin im Ordnungsamt, und Sascha Hessenbruch die Leistungsfähigkeit der neu eingesetzten Technik. | Foto: we
Ein Radarsensor an der Schulwand.  | Foto: we
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