Grundversorgung
Kosten für Stromkunden sind etwas gesunken

Für viele Strom- und Gaskunden gab es Ende des Jahres eine böse Überraschung.
  • Für viele Strom- und Gaskunden gab es Ende des Jahres eine böse Überraschung.
  • Foto: Symbolfoto: Pixabay.de

Region (red). Auch in Bonn und der Region gab´s kurz vor dem Jahreswechsel unangenehme Post für viele Strom- und Gaskunden. Sie erhielten von ihrem Energieversorger die Kündigung. Die Folge: Damit die Heizung nicht kalt blieb und die Kaffeemaschine auch weiter funktionieren konnte, rutschten sie zunächst einmal automatisch in die so genannte Grundversorgung ihres örtlichen Energieanbieters. In Bonn also meist der SWB Energie und Wasser. Das ist gesetzlich so geregelt.

Das Problem: Die Stadtwerke Tochter SWB Energie und Wasser gab die hohen Einkaufspreise auf den Energiemärkten an ihre Neukunden weiter und erhöhte den Strompreis im Grundversorgungstarif auf satte 65 Cent pro Kilowattstunde. „Wir mussten den enormen Preissteigerungen am Energiemarkt mit differenzierten Tarifen für die vielen Neuzugänge begegnen“, betont Ulrich Dreymann, stellvertretender Vertriebsleiter von SWB Energie und Wasser. Das war der Fall, nachdem tausende Haushalte im Dezember von Energiediscountern nicht mehr beliefert wurden.

Nun rudern die Bonner Energieversorger zurück: Ab dem 1. Februar zahlen Neukunden, die ab 22. Dezember vom größten Bonner Energieversorger ersatzweise beliefert wurden statt 65 Cent pro Kilowattstunde noch etwas mehr als 43 Cent pro Kilowattstunde.

„In der Grundversorgung senken wir die Preise ab Februar wieder, denn die Situation am Strommarkt hat sich derzeit entspannt“, so Dreymann. Dies betrifft alle Kundinnen und Kunden, die ab 22. Dezember 2021 automatisch mit Strom von SWB Energie und Wasser versorgt wurden. „Als kommunaler Energieversorger stellen wir sicher, dass niemand ohne Strom und Gas bleibt.“

Wer von der Insolvenz oder eines Lieferstopps seines Energieanbieters betroffen ist, muss übrigens nicht in der Grundversorgung bleiben. Verbraucherschützer raten dazu, in einen günstigeren Tarif zu wechseln. Dafür lohnt es sich, die Angebote verschiedener Anbieter zu vergleichen. Achten sollte man bei der Recherche aber auf Laufzeiten der Verträge und das Kleingedruckte. Auch bei Vergleichportalen im Internet muss man vorsichtig bleiben: Stimmen die Konditionen? Sind alle wichtigen Tarife in den Vergleich einbezogen? Und passen die Vertragskonditionen auch zu meinen Bedürfnissen?

Redakteur:

Jan L. Dahmen aus Bonn

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