Tigermücke
Gesundheitsamt
ruft zur Mithilfe auf
- Der Kreis bittet um Unterstützung gegen Ausbreitung der Tigermücke.
- Foto: B. Pluskota
Region (red). Rhein-Sieg-Kreis (red). Nachdem im vergangenen Jahr in Königswinter und Meckenheim zwei bestätigte Funde der Asiatischen Tigermücke verzeichnet wurden, ruft das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises die Bevölkerung dazu auf, die weitere Ausbreitung der Art zu verhindern.
Die Asiatische Tigermücke ist klein und auffällig gemustert. Sie hat einen schwarzen Körper mit weißen Längsstreifen, ihre Beine sind schwarz mit weißen Ringen. Im Unterschied zu vielen heimischen Arten ist sie tagsüber aktiv und wird beim Aufenthalt im Freien als sehr stechfreudig wahrgenommen.
Die Mücke gilt als potenzieller Überträger von Krankheitserregern wie dem Dengue-, Zika- oder Chikungunya-Virus. In Deutschland gibt es bislang keinen bestätigten Fall, bei dem eine Infektion durch einen Stich dieser Mückenart übertragen wurde. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr besteht im Rhein-Sieg-Kreis derzeit nicht.
Um die Ausbreitung zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen, setzt der Kreis auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger. Entscheidend ist, mögliche Brutstätten zu beseitigen. Die Tigermücke legt ihre Eier von April bis Oktober bevorzugt in kleinsten Wasseransammlungen ab, etwa in Blumentopfuntersetzern, Tiertränken, Gießkannen, Eimern, Regentonnen oder in herumliegenden Gegenständen, in denen sich Wasser sammelt.
Empfohlen wird, solche Gefäße regelmäßig zu leeren, Regentonnen abzudecken, Dachrinnen zu reinigen sowie Vogeltränken wöchentlich zu säubern.
Verdachtsfälle sollen gemeldet werden. Dafür steht die E-Mail-Adresse tigermuecke@rhein-sieg-kreis.de zur Verfügung. Fotos aus mehreren Perspektiven sowie Angaben zu Fundort und Datum sollen die Bestimmung erleichtern. Zudem ist es möglich, gefangene Tiere zur Bestimmung einzusenden. www.rhein-sieg-kreis.de/tigermuecke.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |