Tierschutzverein Siebengebirge
Die Flut an Katzen reißt nicht ab
- Viele Tiere finden beim Tierschutzverein Siebengebirge vorübergehend eine Bleibe – doch die Situation des Vereins und vieler Tierheimen spitzt sich in den vergangenen Monaten zu.
- Foto: Verein
Region (red). Seit vielen Jahren engagiert sich der Verein „Tierschutz Siebengebirge“ für notleidende Katzen in der Region. Doch die Lage spitzt sich zu: Wie zahlreiche Tierheime und Vereine sieht sich auch der Tierschutz Siebengebirge mit einer nie abreißenden Flut von hilfsbedürftigen Tieren konfrontiert. Immer wieder werden verunfallte, kranke, trächtige oder ausgesetzte Katzen aufgenommen – ebenso Tiere, deren Halter verstorben sind oder die wegen steigender Tierarztkosten abgegeben werden müssen.
Besonders besorgniserregend ist in diesem Jahr die Zahl älterer Katzen, die auf dem Orscheider Tierschutzhof und in Pflegestellen landen. Viele von ihnen stammen aus Haushalten älterer Menschen, die ihre Tiere in jungen Jahren angeschafft haben und sich nun nicht mehr kümmern können. Dabei, so betont der Verein, gebe es in jedem Tierschutzverein ältere Tiere, die bestens zu Seniorinnen und Senioren passen würden.
Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Vereins arbeiten nahezu rund um die Uhr, um die Tiere zu versorgen. Sie füttern, pflegen, verabreichen Medikamente, reinigen Gehege und versuchen, das Vertrauen der oft traumatisierten Tiere zurückzugewinnen. „Was viele nicht sehen: Diese Arbeit ist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch enorm belastend“, heißt es vom Verein. Trotzdem halten die Ehrenamtlichen an ihrem Versprechen fest, jedem Tier mit Respekt und Zuwendung zu begegnen.
Um diese Arbeit fortsetzen zu können, ist der Tierschutz Siebengebirge auf Spenden angewiesen. Dafür wurde bereits vor sieben Jahren der „Feli-Fonds für Katzen in Not“ eingerichtet – ein Spendentopf, der ausschließlich Katzen zugutekommt.
Weitere Informationen auf www.tierschutz-siebengebirge.de
Redakteur/in:RAG - Redaktion |