Seniorenclub besteht seit einem halben Jahrhundert
Vorfreude auf die wöchentlichen Treffen

Das ehrenamtliche Orga-Team um Karin Kreisfeld (3.v.l.) und Karin Buchmann (3.v.r.) hat viele Ideen für die Durchführung der wöchentlichen Club-Treffen. Foto: Hoeck
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  • Das ehrenamtliche Orga-Team um Karin Kreisfeld (3.v.l.) und Karin Buchmann (3.v.r.) hat viele Ideen für die Durchführung der wöchentlichen Club-Treffen. Foto: Hoeck
  • hochgeladen von Angelika Koenig

Schildgen (hh). Es begann im Jahr 1976, als in der evangelischen Gemeinde Schildgen die Idee aufkam, eine damals noch „Altenklub“ genannte Gruppe ins Leben zu rufen. Aus diesem Vorhaben, das seinerzeit von Pfarrer Jacobs und der damaligen Gemeindesekretärin Dorothea Burkhardt in die Realität umgesetzt wurde, ist seit langem eine feste Institution im Gemeindeleben der Andreaskirche geworden. Nun konnte der heutige Seniorenclub Schildgen sein 50-jähriges Bestehen feiern.
Jeden Montagnachmittag treffen sich Senioren und Junggebliebene, auch aus der katholischen Gemeinde stammend, im Gemeindesaal und verbringen ein paar angenehme Stunden bei Kaffee und Kuchen, gemeinsamen Spielen, Plaudereien oder Gedächtnistraining. „Das ist aber bei weitem nicht alles, was wir hier anbieten. Es gibt auch immer wieder Bilder- und Dia-Vorträge, etwa von zurückliegenden Reisen unserer Besucher, Märchenerzählungen aus aller Welt, und auch Ausflüge in die nähere Umgebung, die nicht länger als einen halben Tag dauern, werden unternommen. Regelmäßig wird auch eine Geschichte vorgelesen, und wenn jemand Geburtstag hat, wird ein Wunschlied, meistens ein bekanntes Volkslied, für den Jubilar gesungen. Und natürlich feiern wir Karneval, Erntedank, Nikolaus oder Weihnachten hier gemeinsam. Wir bemühen uns sehr, eine bestmögliche Abwechslung in die Treffen hineinzubringen“, erläutert Karin Buchmann, die seit über 30 Jahren mitwirkt. Gemeinsam mit Karin Kreisfeld steht sie dem neunköpfigen ehrenamtlichen Organisationsteam vor, das nicht nur für die Planung der wöchentlichen Treffen, sondern auch für das dekorative Schmücken der Tische, die Besorgung des Kuchens oder den Abwasch verantwortlich ist. Zudem werden Fahrdienste für mobilitätseingeschränkte Personen bei Bedarf angeboten.
Durchschnittlich 30 Besucher nehmen am wöchentlichen Treffen, das verlässlich ohne Unterbrechung und ohne Ferienpausen stattfindet, teil. Zur Finanzierung steht eine Sammelbüchse bereit, die mit mindestens drei Euro pro Montag von jedem Gast gefüllt werden soll. „Die meisten Gäste sind Witwen oder Witwer, und Pfarrerin Eva Manderla weist im Rahmen von Bestattungen auch gerne auf unsere Existenz hin. Vieles läuft aber auch über Mundpropaganda oder durch den Austausch von Nachbarn und Freunden. Es gibt jedenfalls kein Mindestalter, um bei uns vorbeizuschauen“, sagt Karin Kreisfeld, die bereits seit 45 Jahren im Seniorenclub aktiv ist. Manche Gespräche hätten auch seelsorgerischen Charakter, wenn eine Person Sorgen oder Ängste hätte. „Aber auch dafür sind wir natürlich da. Zuhören hilft vielen häufig schon in ihrer Not.“ Die beiden Leiterinnen sind stolz über den großartigen Zusammenhalt und das gegenseitige Vertrauen im Club. „Manche Besucher haben sich hier erst kennengelernt, woraus sich dann langjährige Freundschaften entwickelt haben. Diese treffen sich dann auch privat unabhängig von unseren wöchentlichen Zusammenkünften“, freut sich Karin Buchmann, die für alle auch einen Programmzettel mit den anstehenden Terminen der nächsten Monate entwirft. Einige Teilnehmer melden sich bei Urlaubsreisen beim Orga-Team ab, damit sich niemand Sorgen machen muss. „Wenn jemand aber mal länger nicht erscheint, fragen wir auch schon mal den Grund ab.“
Für die Zukunft des Seniorenclubs wünschen sich nicht nur die beiden Leiterinnen frische Kräfte. „Wir sind alle nicht mehr die Jüngsten, und es wäre toll, wenn neue Leute hinzukämen, damit der Seniorenclub noch lange bestehen bleibt“, wünscht sich Karin Buchmann zu Beginn der sechsten Dekade.

Das ehrenamtliche Orga-Team um Karin Kreisfeld (3.v.l.) und Karin Buchmann (3.v.r.) hat viele Ideen für die Durchführung der wöchentlichen Club-Treffen. Foto: Hoeck
In netter Gesellschaft macht vielen Besuchern das gemeinsame Spielen besonderen Spaß. Foto: Hoeck
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