Bürgerstiftung soll selbständig werden
Mit Ideen und Spenden einbringen
- Zur Gründungsversammlung der Bürgerstiftung kam das Kuratorium nahezu geschlossen zusammen (v.l.): Florian und Erich Bethe, Bürgermeister Marcel Kreutz, BHV-Schatzmeisterin Monika Happ-Kock, Martin Lucke, Manfred Büscher (2. Vorsitzender BHV), Thomas Fritsche (Kreissparkasse Köln) und BHV-Vorsitzender Winfried Krux. Foto: Hoeck
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Refrath (hh). Der Bergisch Gladbacher Stadtteil Refrath zeichnet sich durch ein aktives Vereinsleben und gute Initiativen aus, die von engagierten Menschen entwickelt werden und mit denen sie ihren Teil zum Erhalt und Ausbau der Attraktivität ihres Veedels beitragen möchten. Um dieses für Lebendigkeit und Gemeinschaft stehende Vorhaben auch in größerem finanziellem Rahmen gegebenenfalls unterstützen zu können, hat sich ein breit aufgestelltes Kuratorium mit dem Auftrag zur Gründung einer Bürgerstiftung gebildet, die vor kurzem vollzogen wurde.
Dem Kuratorium gehören Martin Lucke (MdL) als Vorsitzender, Florian Bethe für die Bethe-Stiftung, Bürgermeister Marcel Kreutz, Thomas Fritsche von der Kreissparkasse Köln, Unternehmer Peter Steindl sowie Winfried Krux (erster Vorsitzender), Manfred Büscher (stellvertretender Vorsitzender) und Beisitzerin Monika Happ-Kock vom Bürger- und Heimatverein (BHV) Refrath an.
Während einer Gründungsversammlung wurde die Satzung beschlossen und weitere formale Schritte bis zur Anerkennung der Stiftung festgelegt. „Die Bürgerstiftung möchte den schönen Ideen der Bürger Rückenwind geben. Sie ist ein starkes Zeichen für Zusammenhalt, Heimatverbundenheit und Verantwortung vor Ort“, sagt Martin Lucke. Zudem zeige die Zusammensetzung des Kuratoriums, dass die Bürgerstiftung breit in Refrath verankert sei. „Bürgerschaft, Verein, Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Politik bringen hier ihre unterschiedlichen Erfahrungen ein. Das ist eine gute Grundlage, um konkrete Projekte für Refrath auf den Weg zu bringen.“
Die Idee zur Gründung basiert auf einem Gespräch zwischen Winfried Krux und Thomas Fritsche. Ziel sei die Förderung von Projekten, die den Stadtteil schöner und lebendiger machen. Hierzu zählen etwa Projekte zur Verschönerung des Ortsbildes, zur Pflege elementarer Stätten und denkmalgeschützter Gebäude, zum Brauchtum, zum Vereinsleben oder zur Arbeit des Refrather Archivs. „Wer sich Refrath verbunden fühlt, kann sich somit zukünftig mit Ideen, Spenden oder Zustiftungen einbringen“, führt Krux aus.
Die Stiftung startet zunächst als unselbständige Stiftung (Treuhandstiftung) mit dem Bürger- und Heimatverein als Treuhänder und der Bethe-Stiftung als Stifter. In naher Zukunft soll sie dann in eine selbständige Stiftung überführt werden, sobald alle Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Das Start-Grundkapital beträgt 60.000 Euro, wovon die Bethe-Stiftung, die einen wesentlichen Schwerpunkt ihres Wirkens ansonsten auf den Bau und die Förderung von Kinder-Hospizen legt, 10.000 Euro beisteuert. „Dank einer großzügigen Erbschaft, die uns bereitgestellt wurde, können wir die restliche Summe beisteuern. Uns war dabei schnell klar, dieses Geld in eine eigene gemeinnützige Stiftung investieren zu wollen“, erläutert BHV-Vorsitzender Winfried Krux.
Das Kuratorium hofft, auch durch Spenden und Zustiftungen aus der Bevölkerung schon bald das Mindestkapital für eine selbständige Stiftung erreichen zu können. Die Bürgerstiftung soll einen festen Ansprechpartner erhalten; auch die Erstellung einer eigenen Webseite ist geplant. Über eine mögliche Förderung demnächst eingehender Projektanträge entscheidet das Kuratorium.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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