Wohnpark der 1970er-Jahre erhält neue grüne Mitte
Platz für Menschen und Natur

Eröffnung mit Scheren und rotem Band (v.l.): Bastian Bosbach (Techniker der Abteilung Planen und Bauen), Landtagsabgeordneter Martin Lucke, Vize-Bürgermeisterin Brigitta Opiela, ein Junge aus dem Wohnpark und Volker Oberreuther (Sachgebietsleiter Stadtgrün) eröffneten mit Bürger*innen das Areal zwischen den teils sehr hohen Häusern. Foto: Axel König
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  • Eröffnung mit Scheren und rotem Band (v.l.): Bastian Bosbach (Techniker der Abteilung Planen und Bauen), Landtagsabgeordneter Martin Lucke, Vize-Bürgermeisterin Brigitta Opiela, ein Junge aus dem Wohnpark und Volker Oberreuther (Sachgebietsleiter Stadtgrün) eröffneten mit Bürger*innen das Areal zwischen den teils sehr hohen Häusern. Foto: Axel König
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Bensberg (kg). Auf einem Rundgang zeigt Volker Oberreuther eine grüne Oase mit altem Baumbestand, viel Schatten und zahlreichen Aufenthaltsmöglichkeiten. Dazu gehören ein zentraler Platz mit Schachtischen und Sitzgelegenheiten, klassische Ruhebänke sowie ergonomisch geformte Relaxliegen. Der Diplom-Landschaftsarchitekt und Sachgebietsleiter Stadtgrün blickt nach oben und zeigt auf neun Kastanienbäume. „Die Kastanien blühen im Frühjahr rot. Das ist sehr schön“, sagt er. Hinter den dicht belaubten Bäumen ragen die Hochhäuser an der Reginharstraße empor. Sie gehören zum Wohnpark am Bockenberg, der Anfang der 1970er-Jahre für Mitarbeiter der damaligen Interatom GmbH entstand. Das Unternehmen des Kernreaktorbaus wuchs rasch und benötigte Wohnraum für bis zu 1.800 Ingenieure, Wissenschaftler und Angestellte. Errichtet wurde die Siedlung von der Planungsgesellschaft Moderne Stadt. Heute leben dort rund 2.400 Menschen aus etwa 40 Nationen. Im Volksmund wird das Quartier bis heute „Klein Manhattan“ genannt.
Mitten in diesem dicht besiedelten Wohngebiet setzt die Stadt auf einen ungewöhnlichen Ansatz: Während ein Teil der Anlage neu gestaltet wurde, bleibt eine rund 400 Quadratmeter große Waldfläche künftig weitgehend sich selbst überlassen. Dort sollen abgestorbene Baumstämme und natürliche Entwicklungsprozesse neuen Lebensraum für Vögel, Fledermäuse, Insekten und Pilze schaffen.
Das 1.400 Quadratmeter große Parkgelände an der Reginharstraße ist Teil des Wohnparks und war in die Jahre gekommen. Die Umgestaltung wurde durch Mittel der NRW-Städtebauförderung im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts Bensberg ermöglicht. Der Landtagsabgeordnete Martin Lucke betonte bei der offiziellen Eröffnung, dass er sich in Düsseldorf regelmäßig für entsprechende Fördermittel einsetze. Rund 70 Prozent der Gesamtkosten von 260.000 Euro wurden durch die Städtebauförderung finanziert. Mit den tatsächlichen Kosten blieb das Projekt deutlich unter der ursprünglich kalkulierten Investitionssumme von rund 400.000 Euro.
Die Planungen für das Wald-, Park- und Freizeitgelände begannen bereits 2021 unter Beteiligung der Bürger*innen. Von Mitte Januar bis Ende Mai dieses Jahres entstand die neue Anlage mit barrierefreien und naturnahen Bereichen. Neben Balancierhölzern gibt es einen kleinen Fitnessparcours, einen Waldpfad und verschiedene Aufenthaltsbereiche. Oberreuther zeigt auf Baumstämme, die in unterschiedlichen Höhen abgesägt wurden. Dort soll neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen entstehen.
Vizebürgermeisterin Brigitta Opiela und Martin Lucke (MdL) lobten die neu gestaltete Anlage. An die rund vier Dutzend Bürgerinnen, die an der Eröffnung teilnahmen, appellierte Opiela: „Nutzen Sie diesen Platz und geben Sie uns Ihr Feedback.“

Eröffnung mit Scheren und rotem Band (v.l.): Bastian Bosbach (Techniker der Abteilung Planen und Bauen), Landtagsabgeordneter Martin Lucke, Vize-Bürgermeisterin Brigitta Opiela, ein Junge aus dem Wohnpark und Volker Oberreuther (Sachgebietsleiter Stadtgrün) eröffneten mit Bürger*innen das Areal zwischen den teils sehr hohen Häusern. Foto: Axel König
Ein zentraler Platz lädt ein. Im Hintergrund rechts kann ein Festzelt auf festem Boden errichtet werden. Foto: Axel König
Ein kleiner Fitnessparcours. Foto: Axel König
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