Mitmachen beim „Veedelscheck Refrath“
Bewohner bewerten ihren Stadtteil
- Der Bergisch Gladbacher Stadtteil Refrath steht explizit im Fokus des Veedelschecks, für den der Bürger- und Heimatverein noch bis Ende November zur Teilnahme aufruft. Foto: Hoeck
- hochgeladen von Angelika Koenig
Refrath (hh). Gibt es ausreichend bezahlbaren Wohnraum im Stadtteil Refrath? Wie steht es um den Zustand des Straßennetzes? Sind die Angebote an Dienstleistern und Händlern zufriedenstellend? Diese und weitere Fragen sind Gegenstand des „Veedelscheck Refrath“, den der Bürger- und Heimatverein (BHV) Refrath e.V. initiiert hat und der alle Refrather Bürger sowie am Stadtteil Interessierte zu einer Einschätzung entsprechend der Schulnotenvergabe noch bis zum 30. November einlädt.
Unter dem Motto „Wir gemeinsam für Refrath“ hat sich der BHV in den letzten Jahren zu einer Gruppierung gewandelt, die die Entwicklung des Stadtteils aktiv mitgestaltet und dessen Interessen lokalpolitisch, aber überparteilich vertritt. Dank einer internen Verjüngungskur und einer Modernisierung der Vereinsinhalte konnten bereits mehrere Projekte, darunter etwa der „Vereins-Stammtisch“ und der „Runde Tisch“, ins Leben gerufen werden, die auch zu einem Mitgliederzuwachs in den letzten Jahren (aktuell gehören rund 320 Mitglieder dem Verein an) geführt haben. Auch die unlängst initiierte Bürgerstiftung zählt zu den BHV-Unternehmungen.
Die 25 Fragen des „Veedelschecks“ beziehen sich unter anderem auf Themen wie Mobilität, Freizeit, Jugend, Senioren oder Wohnen, zu denen vorab jeweils Zusatzinformationen aufgeführt sind. Eine Nicht-Beantwortung einzelner Fragen ist möglich. Die Teilnahme erfolgt freiwillig und anonym und wird ab Dezember vom BHV ausgewertet. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist spätestens Anfang Februar 2027 beabsichtigt.
Obwohl der Fragebogen erst Ende August online ging, konnte BHV-Vorsitzender Winfried Krux bereits weit über 500 Teilnehmer registrieren. „Zudem sind auch schon über 200 Anmerkungen eingegangen. Viele davon sind sehr interessant und könnten Impulse für zukünftige Projekte oder Themen in unserer Arbeit sein.“ Krux betont, dass eine Teilnahme auch und insbesondere von Minderjährigen gewünscht ist. „Es gibt keine Altersgrenze oder Höchstteilnehmerzahl. Jeder ist herzlich eingeladen, seine Einschätzung abzugeben. Dies gilt auch für Externe, die sich Refrath verbunden fühlen.“
Eine Wiederholung des „Veedelschecks“ in einigen Jahren ist grundsätzlich geplant. „Wir würden uns aber auch freuen, wenn unsere Idee ein Anreiz für andere Stadtteile oder Kommunen sein kann, ebenfalls eine solche Meinungsabfrage durchzuführen“, hofft Winfried Krux auf regionale Nachahmer.
Den Link zum „Veedelscheck“ finden Sie über die Webseite des Bürger- und Heimatvereins Refrath e.V.: www.bhv-refrath.de
Redakteur/in:RAG - Redaktion |