Arbeitskreis Städtepartnerschaft Marijampolė
Begegnungen und neue Ideen
- Im Rathaus von Marijampole (v.l.): Heinz-Bernd Padberg, Anne Paweldyk, stellvertretender Bürgermeister Ricardas Bagdanavičius, stellvertretende Bürgermeisterin Annemie Scheerer, Anne Linden, Giedre Volff und Ulrich Gürster. Foto: Güster
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Bergisch Gladbach. 1.450 Kilometer liegen vor ihnen. Im Gepäck: Hilfsgüter, Geschenke, Kunstwerke und jede Menge Erwartungen. Vor allem aber nehmen die Mitglieder des Arbeitskreises Städtepartnerschaft Marijampolė eines mit auf die Reise: den festen Willen, die seit 1989 bestehende Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und Marijampolė wieder intensiver zu leben. Um die Fahrt möglichst sinnvoll mit der Arbeit der Städtepartnerschaft zu verbinden, wurde das Vereinsfahrzeug der Humanitären Hilfe Bergisch Gladbach e.V. kurzerhand um einen Anhänger ergänzt. Dieser war mit rund 1,7 Tonnen Hilfsgütern beladen: Rollatoren, Rollstühle, Kleidung, Bettwäsche, Handtücher, Schuhe, Spielsachen und vieles mehr sollten Menschen und Einrichtungen in Marijampolė und Umgebung erreichen. Auch der Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach e.V. beteiligte sich an der Fahrt. Kunstgegenstände und zwei Bilder wurden mitgenommen, um sie nach Marijampolė zu bringen und dort die bereits bestehenden Kontakte zu Künstlern zu pflegen. In Gelgaudiškis im Bezirk Marijampolė traf die Gruppe Pfarrer Arvydas Liepa. Er berichtete eindringlich über die Situation sozial schwacher Familien und insbesondere älterer Menschen in der Region. Medikamente und Lebensmittel würden dringend benötigt. Im selben Ort wurden zahlreiche Kartons mit Spiel-, Mal- und Bastelmaterial an Genė Žilinskienė, die Leiterin des staatlichen Sonderpädagogischen Schulzentrums „Die Quelle“ für Kinder mit Behinderungen, übergeben. Weiter ging es nach Kazlų Rūda. Die Caritas betreibt dort unter anderem eine Suppenküche, in der rund 30 Menschen versorgt werden. Im Rathaus von Marijampolė stand die Städtepartnerschaft im Mittelpunkt. Der stellvertretende Bürgermeister Ricardas Bagdanavičius empfing die Delegation und berichtete über die aktuelle Situation in Marijampolė und die kommunalpolitischen Herausforderungen in Litauen. Ein besonderer Höhepunkt der Reise war die Einladung von Bischof Rimantas Norvila.
Auf der Rückfahrt wurden bereits erste neue Projekte besprochen. 3.180 Kilometer waren die Mitglieder des Arbeitskreises gefahren. Doch gemessen an dem, was sie mit nach Hause brachten, war die Reise wesentlich weitergegangen: Sie brachte neue Freundschaften, konkrete Hilfsprojekte, neue Ideen für Sport, Kultur und Bildung – und vor allem die Gewissheit, dass eine Städtepartnerschaft dann besonders stark ist, wenn Menschen sie persönlich mit Leben füllen.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |