Einfacher Umstieg
Radpendlerroute etabliert sich als Erfolgsmodell
- Am Stadtbahnhaltepunkt in Alfter hat der ADFC die Zählungen zur Nutzungsstatistk der Radpendlerroute vorgenommen.
- Foto: jld
Vorgebirge (red). Die Radpendlerroute zwischen Bornheim, Alfter und Bonn wird von immer mehr Menschen genutzt. Nach Angaben des ADFC Bornheim/Alfter wurden im Jahr 2025 insgesamt 132.661 Radfahrerinnen und Radfahrer auf der Strecke gezählt. Der Spitzenmonat war der Mai mit 14.911 Fahrten, während im Januar mit 5.004 Nutzungen der niedrigste Wert registriert wurde. Die letzte Zählung des Jahres erfolgte kurz vor Mitternacht am 31. Dezember.
Erfasst werden die Zahlen über eine von insgesamt zwölf Zählstellen des Rhein-Sieg-Kreises, die der Bewertung und Analyse des Radverkehrs dienen. Eine dieser Messstellen befindet sich am Stadtbahn-Haltepunkt in Alfter und misst seit März 2023 den Verkehr auf der Radpendlerroute. In diesem Zeitraum wurden dort bereits rund 300.000 Bewegungen registriert. Die aktuellen Daten sind öffentlich einsehbar.
Für den ADFC ist die Bilanz eindeutig positiv. Besonders hervorgehoben wird die Sicherheit der Strecke: Seit Einrichtung der Zählstelle habe es keinen schweren Unfall gegeben. Auch die hohe Akzeptanz spreche für sich – im Durchschnitt nutzen rund 13.000 Radfahrende pro Monat den Weg. Darüber hinaus werde die Route nicht nur von Radfahrern, sondern auch von Fußgängern, Rollschuh- und Rollerfahrern geschätzt, die von der Breite und Qualität des Weges profitierten.
Als Gründe für den Erfolg nennt der ADFC die gradlinige Streckenführung, die glatte Oberfläche und die ausreichende Breite, die sowohl zügiges Fahren als auch entspanntes Nebeneinanderfahren ermögliche. Kritisch sieht der Verband hingegen die fehlende Querung der Kreisstraße K 12 zwischen Alfter und Bonn. Zudem verliere die Route auf Bonner Stadtgebiet an Klarheit und Ende derzeit unstrukturiert im Straßenverkehr.
Positiv bewertet wird die geplante Weiterführung des Radweges in Bornheim zur Straße Siefenfeldchen im Frühjahr. Auch eine perspektivische Anbindung Richtung Brühl steht nach Angaben des ADFC wieder stärker im Fokus der Stadtverwaltung. Insgesamt sieht der Verband die Radpendlerroute als wichtigen Baustein eines künftigen, zusammenhängenden Radwegenetzes in der Region.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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