Die Verbindung von Kunst und Natur
Hartmut Goerrings Landschaftsbilder in Mines Spatzentreff
- Kuratorin Margot Keila und Künstler Harmut Goerrings am Kamin - vor zwei seiner neuen Werke.
- Foto: Anita Brandtstäter
- hochgeladen von Anita Brandtstäter
Wesseling. Mit Farben, Stimmungen und eindrucksvollen Landschaften lädt der Wesselinger Künstler Hartmut Goerrings derzeit zu einer besonderen Entdeckungsreise ein: Noch bis zum 3. Mai sind seine Werke im gemütlichen Café/Bistro und Kulturtreff Mines Spatzentreff zu sehen. Zur Ausstellungseröffnung am Samstagnachmittag trafen sich Künstlerinnen und Künstler sowie kunstinteressierte Gäste, um gemeinsam die Bilder zu betrachten – und dabei in entspannter Atmosphäre Kaffee und Kuchen zu genießen. Das Café am Rhein hat sich als lebendiger Treffpunkt für Kulturfreunde etabliert. Auch diesmal verband sich der Kunstgenuss mit angeregten Gesprächen.
Die Einführung in Werk und Leben des Künstlers übernahm Kuratorin Margot Keila. Mit spürbarer Wertschätzung zeichnete sie den kreativen Weg von Hartmut Goerrings nach – eine Würdigung, über die sich der Künstler sichtlich freute. Schon als Kind habe Goerrings gern gezeichnet, berichtete Keila. Dieses Talent begleitete ihn durch sein gesamtes Berufsleben. Zunächst arbeitete er als Kunstglaser, wo er sein Gespür für Farben, Formen und Licht vertiefte. Später studierte er Innenarchitektur – in dieser Phase entstanden viele gestalterische Ideen. Heute, im Ruhestand, kann er diese Einfälle mit Ruhe und Hingabe in seiner Malerei umsetzen.
Ein wichtiger Impulsgeber für seine Arbeiten ist die Fotografie. Häufig entstehen aus fotografischen Eindrücken die ersten Kompositionsideen, die Goerrings anschließend malerisch weiterentwickelt. So verbinden sich in seinen Bildern Beobachtung und Interpretation, Realität und künstlerische Gestaltung. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Landschaften – kraftvoll, farbintensiv und mit deutlich sichtbaren Pinselstrichen gestaltet. Manchmal arbeitet er mit Sand, bei einigen Werken auch mit Gold und Silber, um besondere Effekte zu erzielen. Diese lebendige Malweise verleiht den Bildern eine besondere Ausdruckskraft. Die Farbflächen wirken nicht nur dekorativ, sie lassen die dargestellten Landschaften fast körperlich erfahrbar werden.
Dabei zeigt Goerrings die Natur nicht ausschließlich als harmonisches Idyll. Vielmehr macht er auch die Spannungen sichtbar, die dort entstehen, wo Natur und Zivilisation aufeinandertreffen. Grenzen werden erkennbar – manchmal sogar deutlich. „Mit den Farben will er Stimmungen auslösen und etwas im Betrachter in Bewegung bringen“, erläuterte Margot Keila. Die Malerei könne eine Resonanz mit dem eigenen Empfinden schaffen und dazu einladen, Landschaften neu zu entdecken – von grünen Hügeln bis hin zum offenen Meer.
Die Ausstellung ist noch bis Sonntag, 3. Mai, in Mines Spatzentreff zu sehen. Geöffnet ist das Café und Bistro am Rhein dienstags bis freitags sowie sonntags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 13 bis 18 Uhr. Montags bleibt das Haus geschlossen. Der Eintritt ist frei. Wer die Verbindung von Kunst, Natur und Gastfreundschaft erleben möchte, hat hier in den kommenden Wochen reichlich Gelegenheit dazu.
LeserReporter/in:Anita Brandtstäter aus Köln |
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