Jahreshauptversammlung bei "Handel&Handwerk"
Für den Wesselinger Handel und die Bürger
- Vorsitzender Rudolf Lahmann (Mitte) mit Marjan Zubčić, Jürgen Rick, Guido Uhlhaas, Ulrich Keilhau sowie Ehrenmitglied Andreas Twarok mit seiner Frau Melanie Twarok (von links).
- Foto: Montserrat Manke
Wesseling. Seit 39 Jahren besteht der Verein der örtlichen Gewerbetreibenden „Wesselinger Wirtschaft und Handel Pro Wesseling e.V.“ und 15 Jahre ist nun schon der Rechtsanwalt Rudolf Lahmann Vorsitzender des Zusammenschlusses, dem knapp über 30 Unternehmen aus der Stadt am Rhein angehören.
Dazu zählen auch die in Wesseling ansässigen Banken, mit den Köln-Bonner-Eisenbahn Freunden ein Verein und seit kurzem sogar Edeka Hein. Dazu Einzelhändler, Wesselinger Steuerberater oder auch Euronics XXL.
Sie alle setzen damit ein Zeichen für den Handel in Wesseling, bleiben dem Verein treu, der sich seit fast 40 Jahren für die Gewerbetreibenden der Stadt einsetzt.
Die „WesselingCard“
Das „Zugpferd“ des Vereins ist die „WesselingCard“, eine Geldgeschenkkarte, die man bei den Gewerbetreibenden einlösen kann.
Etwa 36.000 Euro sind mit der Karte aktuell im Umlauf, wie Lahmann den Mitgliedern und Gästen bei der Jahreshauptversammlung in der Kulisse - die ebenfalls Mitglied ist - berichtete. Vor allem in der Corona-Zeit sei die Karte in der Stadt am Rhein quasi „Gold wert“ gewesen, Industrieunternehmen hätten damals Karten „en groß“ bestellt, um ihren Mitarbeitenden Boni geben zu können, so Lahmann. Aber auch sonst eigne sich die Karte bestens, um in Wesseling den Handel vor Ort stärken zu können, denn unter anderem ist mit dem Beitritt von Edeka Hein nun nach dem Weggang von Marktkauf wieder ein „Lebensmittler“ an Bord, bei dem man die Karte einlösen kann.
Grundsteuererhöhung belaste die Gewerbetreibenden
Ein heißes Thema bei der Versammlung war die Grundsteuererhöhung der Stadt, welche für Lahmann keinesfalls „vom Tisch“ ist. Wie der Jurist durchblicken ließ, sei man „an dem Thema dran“, denn es belaste viele Geschäftsleute über Gebühr und Lahmann sieht „Handlungsbedarf“ sowie „gute Chancen“.
Kooperation mit dem Innenstadtverein wünschenswert
Zum Schluss der Versammlung, bei der keine Neuwahlen anstanden, kam das Thema erneut darauf, dass es mit der Umsetzung der „Regionale 2010“ ein weiterer Verein in Wesseling gegründet wurde, der sich um die Belange in der Stadt am Rhein kümmert, der „Innenstadt Verein“. Damals war ein Zusammenschluss beider Vereine im Gespräch, aber seinerzeit hätte die Stadtverwaltung auf einen gesonderten eigenständigen Verein bestanden, damit für einen City-Manager Fördergelder fließen konnten.
Heute, viele Jahre später, sind diese Fördergelder ausgelaufen und die Situation sei eine andere.
Rudolf Lahmann wünscht sich mehr Kooperation beider Vereine, da es mittlerweile viele gemeinsame Berührungspunkte gebe:„Alleine um die Kosten für den Verwaltungsaufwand von zwei Vereinen zu reduzieren, die doch mittlerweile das gleiche Ziel haben, wäre es gut. Außerdem hätten wir noch mehr „Manpower“ um etwas für Wesseling zu bewirken“, so der Vorsitzende. Aber auch in anderen Bereichen sieht er Möglichkeiten, die zu konstruktiven Ergebnissen führen könnten.
Aktuell ist Thomas Weibeler Vorsitzender des Innenstadtvereins, und auf Nachfrage des „Werbekuriers“ sagte der Optikermeister, dass diese Überlegungen bereits einmal vor Jahren im Gespräch waren. Seinerzeit habe man die Mitglieder abstimmen lassen für eine Fusion, doch die meisten hätten dagegen gestimmt, vor dem Hintergrund, dass der Innenstadtverein, dem Namen entsprechend, rein für die Innenstadt zuständig sei, „Wesselinger Wirtschaft und Handel“ hingegen die gesamte Stadt vertrete.
Darin sieht Lahmann kein Problem: „Es spricht doch nichts dagegen, dass sich die Mifgieder des Innenstadvereins vorzugsweise überwiegend um die Innenstadt kümmern, das geht doch auch alles unter einem Dach“, so der Vorsitzende von Handwerk & Handel Wesseling zu dieser Redaktion.
Redakteur/in:Montserrat Micaela Manke |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.