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Heimpel begeisterte wieder in Mines Spatzentreff
Aus dem Open-Air-Konzert wurde Heimpels „erstes Saunakonzert“

Die Liedermacherei Heimpel gastierte wieder in Mines Spatzentreff - statt des Open-Air-Konzertes gab es Heimpels "erstes Saunakonzert".  | Foto: Hoppel Grassmeier
  • Die Liedermacherei Heimpel gastierte wieder in Mines Spatzentreff - statt des Open-Air-Konzertes gab es Heimpels "erstes Saunakonzert".
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Wesseling. Eigentlich sollte das 85. Wesselinger Wohnzimmerkonzert von RheinKlang 669 am Freitagabend unter freiem Himmel stattfinden. Doch das Wetter hatte andere Pläne: Hagelschauer, Gewitter und kräftige Sturmböen waren angesagt. Glücklicherweise konnte ins gemütliche Café/Bistro Mines Spatzentreff ausgewichen werden. Dort entstand trotz – oder vielleicht gerade wegen – des Unwetters eine besonders intensive Konzertatmosphäre. Die Unwetterwarnung hielt zwar einige Gäste vom Besuch ab, doch diejenigen, die da waren, erlebten einen ebenso berührenden wie abwechslungsreichen Abend mit der Liedermacherei Heimpel. Das Trio war bereits zum dritten Mal auf Einladung von RheinKlang 669 in Wesseling zu Gast und bewies erneut, warum es sich in den vergangenen Jahren eine treue Fangemeinde erspielt hat.

Mit ihrer Mischung aus Chansons, Folk, Balladen und poetischen Geschichten schufen Mieke Stoffelen (Gesang, Akkordeon, Cajon und Ukulele), Hermann König (Gesang, Gitarre und Mundharmonika) sowie Petra Herdtle (Violine und Bassukulele) eine besondere Nähe zum Publikum. Die meisten Lieder stammen aus eigener Feder und erzählen von Begegnungen, Erinnerungen, Abschieden und neuen Aufbrüchen – mal nachdenklich, mal humorvoll, stets authentisch und lebensnah. 

Den Auftakt bildete das traditionelle „Haste the Wedding“, bevor das Ensemble mit eigenen Kompositionen wie „Wege“, „Hirondelle“, „Ende eines Sommers“ und „Verweilen“ sein Publikum auf eine musikalische Reise mitnahm. Dabei wechselten sich deutschsprachige Titel mit französischen, portugiesischen und englischen Liedern ab. Gerade diese sprachliche Vielfalt gehört zu den Markenzeichen von Heimpel.

Zu den Höhepunkten des Konzerts zählten unter anderem die gefühlvolle Ballade „Hafen“, das französische „Ma petite Peur“, das nachdenkliche „Wegbegleiter“, das temperamentvolle „Papillon“ sowie das schwedische Lied „Vem vet“ von Lisa Ekdahl. Mit „Lass los“, „Die Saat“, „Umarmen“ und dem portugiesischen „Tempo passado“ endete ein Programm, das die Zuhörenden immer wieder zwischen Schmunzeln, Träumen und Nachdenken pendeln ließ.

Auch die Veranstalter zeigten sich begeistert. Hoppel Grassmeier vom RheinKlang 669 Organisationsteam fasste den Abend so zusammen: „Wegen der Unwetterwarnung – Wesseling wurde ganz stark davon getroffen – konnten wir kein Open-Air-Konzert machen, stattdessen war es Heimpels erstes Saunakonzert. Es gab wieder Texte, die das Herz berühren, und Melodien, die die Ohren tanzen lassen.“

Die besondere Atmosphäre des Abends hob auch Hermann König hervor: „Für uns sind die Auftritte in Mines Spatzentreff immer etwas Besonderes. Die Zuvorkommenheit der Gastgeber und von RheinKlang 669 schaffen schnell einen Wohlfühlraum, in dem unsere Lieder vom aufmerksamen Publikum direkt aufgenommen werden können. Was wollen wir mehr?“ Und er ergänzt noch: „Wir sind immer wieder besonders berührt, wenn Zuschauer - wie auch in Mines Spatzentreff - unsere Lieder schon kennen und mitsingen.“

So wurde es wieder ein schöner Konzertabend. Während draußen Hagelkörner auf Dächer und Straßen prasselten, sorgte die Liedermacherei Heimpel drinnen für Wärme, Nähe und bewegende Momente – ganz im Sinne der Wesselinger Wohnzimmerkonzerte, die seit fast acht Jahren für außergewöhnliche musikalische Begegnungen stehen.

LeserReporter/in:

Anita Brandtstäter aus Köln

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