Blues, Rock ’n’ Roll und ein Hauch Jazz
2M begeistern beim 79. RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzert
- Ein angenehmer RheinKlang 669 Wohnzimmerkonzertabend in Mines Spatzentreff mit 2M.
- Foto: Anita Brandtstäter
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Wesseling. Wenn sich in Mines Spatzentreff die Tische füllen, die Lichter angehen und Gitarrenklänge durch das Café am Rhein ziehen, dann ist wieder RheinKlang 669 Zeit. Am Freitagabend lud der Kulturverein zum 79. Wohnzimmerkonzert – diesmal mit der Formation 2M, das sind die beiden Musiker mAT (Gitarre, Gesang, Playbacks) und Mac (Percussion, Backing Vocals).
Beide sind in Wesseling keine Unbekannten: Schon als Mitglieder der MaKeHJa-Intercity-Studioband haben sie bei früheren Wohnzimmerkonzerten mitgewirkt. Nun traten sie als Duo auf – reduziert in der Besetzung, aber mit erstaunlich vollem Klang. Dafür sorgten mATs liebevoll eingespielte Playbacks, die die Songs zur live gespielten E-Gitarre erweiterten. Ganz im Stil seines großen Vorbilds J.J. Cale, der als Mitbegründer des legendären Tulsa-Sounds gilt, spielt mAT alle Instrumente selbst ein – ein gute Beispiel für handwerkliche Musikerleidenschaft und technische Kreativität zugleich.
Das Repertoire des Abends war eine stilistische Reise durch Blues, Rock ’n’ Roll und Jazz. Die Setlist liest sich wie eine Liebeserklärung an J.J. Cale: „Cajun Moon“, „Call Me the Breeze“, „Sensitive Kind“, „After Midnight“ oder „Cocaine“ – die Hälfte der Stücke stammte aus dem Werk des US-amerikanischen Songwriters. Daneben fanden Klassiker wie „Old Love“ (Eric Clapton/Robert Cray), „The Thrill Is Gone“ (B.B. King) oder „San Francisco Bay Blues“ (Jesse Fuller) ihren Platz. Dazu kam eine besondere Überraschung: Mac griff für Intro und Coda zur Querflöte – eine absolute Premiere des Musikers. Mit warmer Stimme, souveränem Gitarrenspiel und dem präzisen, fein abgestimmten Percussion-Sound von Mac gelang es 2M, das Publikum über mehr als zwei Stunden hinweg zu fesseln. Einige Gäste konnten nicht stillsitzen – beim sanft groovenden „Lean on Me“ wurde sogar getanzt, ganz spontan und fröhlich.
Mandy Ansey vom RheinKlang 669 begrüßte das Publikum und erläuterte die ehrenamtliche Arbeit des Wesselinger Kulturvereins, Anita Brandtstäter dankte zum Schluss Gastgeberin Mine Murzoglu und stellte die aktuellen Kulturveranstaltungen in Mines Spatzentreff vor: Noch bis 26. Oktober ist dort die Ausstellung „Zwischen Licht, Landschaft und Leben“ des Malers Adam Sochaj zu sehen; am 24. Oktober folgt „Liebe, Mord und Musik“ mit dem Bonner Autor Hans Jürgen Sittig und John Hay, Gitarre und Gesang; am 2. November eröffnet die Ausstellung der Brühler Künstlerin Antje Cibura mit dem Titel „Alte Freunde“, und am 7. November gibt zum ersten Mal der Klimperpop-Musiker Tom Chudzik ein Wohnzimmerkonzert mit seinen deutschen Liedern, die er auf der Gitarre begleitet.
Für einige der Besucher war es der erste Abend in Mines Spatzentreff – und sie zeigten sich überrascht, dass es in Wesseling eine so lebendige Kulturstätte gibt, die Jahr für Jahr rund 25 Veranstaltungen bei freiem Eintritt auf die Beine stellt. Ganz im Sinne des Mottos: „Kultur für alle – der Hut geht 'rum.“ Als Zugabe spielten 2M noch einmal „Autumn Leaves“ – ein stimmungsvoller Ausklang eines schönen Abends voller Groove, Gefühl und Leidenschaft.
LeserReporter/in:Anita Brandtstäter aus Köln |
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