Stimmungsvoller Kulturwochen-Start
Zum zwölften Mal Kunst, Musik und Mitmachen

Susann Scheibling (li.) und Andrea Thiele schenkten den Besuchern ein besonderes Hörerlebnis. | Foto: prl
  • Susann Scheibling (li.) und Andrea Thiele schenkten den Besuchern ein besonderes Hörerlebnis.
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Wachtberg - Mit einer Woche hatte es im Jahr 2007 unter dem damaligen
Bürgermeister Theo Hüffel angefangen. Schon zwei Jahre später
reichten die acht Tage nicht mehr für all die kulturellen Angebote,
die das Drachenfelser Ländchen zu bieten hat. In diesem Jahr
eröffnete der stellvertretende Bürgermeister Paul Lägel gleich
sechzehn Tage und Abende, in denen die Wachtberger und ihre Besucher
Konzerte, Malerei, Bildhauerei, Workshops und vieles mehr genießen
können. Den Startschuss zur Eröffnung in der Villiper Kirche Sankt
Simon und Judas Thaddäus gab die „Serenade für Oboe und Harfe“.

„Mein Dank gilt besonders der Kirchengemeinde, die uns Jahr für
Jahr diese Kirche für unsere Konzerte zur Verfügung stellt“,
erklärte Lägel. Außerdem seien diese Veranstaltungen nur durch die
Sponsoren und die Arbeit der vielen Künstler, Vereine und
Ehrenamtlichen möglich. Die beiden Musikerinnen Susann Scheibling und
Andrea Thiele hatten früher bereits in Oberbachem die Kulturwochen
bereichert. Wegen der großen positiven Resonanz habe man die beiden
gebeten, in diesem Jahr die facettenreichen Wochen zu eröffnen. Bevor
der Raum der Musik gehörte, machte der stellvertretende
Bürgermeister nach auf den „Kulturbeutel“ am Ausgang aufmerksam.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen der Wachtberger Kulturwochen sei
frei. Wem es aber gefallen habe, der dürfe seine Anerkennung gerne
mit einer Spende im „Kulturbeutel“ ausdrücken.

In der vollen Kirche hörten die Besucher klar und klangvoll unter
anderem Bach, Saint-Saens, Ravel, von Oboe und Harfe. Zwei Harfensoli
schlossen das Konzert ab. Andrea Thiele spielt das selten zu hörende
Saiteninstrument seit ihrem achten Lebensjahr. Studien, Stipendien,
Auszeichnungen und zahlreiche Konzert- und Solistenbeiträge finden
sich in ihrem Lebenslauf. Als diplomierte Musikpädagogin und
Orchestermusikerin war die mehrfache Preisträgerin bereits in Israel,
Schottland, Südafrika und Japan zu hören. In Villip schenkten die
beiden Musikerinnen den Besuchern einen unnachahmlichen Hörgenuss,
der auf weitere Konzerte hoffen lässt.

In den kommenden zwei Wochen haben Genießer des Schönen die Wahl
zwischen Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Bühnenprogrammen.
Außerdem gewähren viele private Aussteller einen Blick in ihre
Ateliers und Sammlungen. Für die Kinder gab es am 7. Juli einen
besonderen, von ihnen und für alle gestalteten Kinder- und
Jugendkulturtag in der Kulturscheune Hochgürtel in Züllighoven.

- prl

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