Unternehmerfrühstück
Austausch mit Einblicken
- Vertreterinnen und Vertreter des Wirtschaftsnetzwerks sowie der Gastgeberbetrieb Bäckerei Voigt beim Unternehmerinnen- und Unternehmerfrühstück in Swisttal. Neben Netzwerkorganisatoren waren auch Gäste aus Verwaltung, Wirtschaft und regionalen Unternehmen anwesend.
- Foto: VR-Bank Bonn Rhein-Sieg eG
Voreifel (red). Das zweite Unternehmerinnen- und Unternehmerfrühstück linksrheinisch hat rund 120 Gäste in die Bäckerei Voigt geführt. Die Netzwerkveranstaltung der Interessengemeinschaft Wirtschaftsnetzwerk im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis stieß damit erneut auf großes Interesse bei Betrieben, Selbstständigen und weiteren Wirtschaftsakteuren der Region. Bereits zu früher Stunde bot der Austausch in der Produktionsstätte einen ungewöhnlichen, aber bewusst gewählten Rahmen: Arbeiten sehen, während gearbeitet wird.
Zum Auftakt begrüßte Sabine Fritze von der Kreissparkasse Köln die Teilnehmenden und stellte die Bedeutung des Formats heraus. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sei es wichtig, regionale Netzwerke zu stärken und Orte zu schaffen, an denen Unternehmen unkompliziert miteinander ins Gespräch kommen.
Anschließend gab Gastgeber Theo Voigt einen Einblick in das Familienunternehmen, das mit über 900 Mitarbeitenden und mehr als 60 Filialen zu den größten handwerklich geprägten Betrieben in der Region Köln-Bonn zählt. Er sprach über die Balance zwischen traditioneller Backkunst und modernen Produktionsprozessen, über Qualitätsansprüche, Verantwortung gegenüber der Belegschaft und die Bedeutung regionaler Lieferketten. Die Größe des Betriebs und der logistische Aufwand hinter den täglichen Mengen an Backwaren sorgten für staunende Reaktionen.
Erstmals nahm auch Swisttals neuer Bürgermeister Tobias Leuning an dem Treffen teil. In seinem Grußwort betonte er, wie sehr eine Gemeinde von wirtschaftlicher Vernetzung profitiert. Veranstaltungen wie dieses Frühstück schafften nicht nur neue Kontakte, sondern auch Verständnis für Produktionsabläufe und Herausforderungen vor Ort.
Im Mittelpunkt standen anschließend die Betriebsführungen durch die zentrale Produktion. Die Besucherinnen und Besucher verfolgten die Wege der Backwaren vom Rohstoff bis in die Filialen und erhielten einen Eindruck von der Präzision, die in einem Betrieb dieser Größenordnung erforderlich ist. Viele nutzten die Gelegenheit für Nachfragen – von Energieeinsatz über Personalbedarf bis zur Herkunft der Rohstoffe.
Das bewusst kompakte Format erwies sich erneut als Vorteil: Viele Teilnehmende verbanden den Austausch direkt mit ihrem Arbeitstag und nutzten die Gelegenheit, neue Kontakte aufzubauen oder bestehende zu vertiefen. Die Veranstalter zeigten sich sehr zufrieden mit der Resonanz.
Die nächste Ausgabe des Unternehmerinnen- und Unternehmerfrühstücks ist bereits terminiert: Am 17. März 2026 soll das Treffen bei den Bonner Werkstätten in Meckenheim stattfinden. Die Veranstaltung verdeutlicht, wie sehr regionale Wirtschaft von persönlichen Begegnungen und verlässlichen Netzwerken lebt.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |