Ein Familienfest
Rochus-Kirmes bringt Kaldauen zusammen

Hoch hinaus ging es für die kleinen Besucher im „Babyflug“.  | Foto: Janina Decker
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  • Hoch hinaus ging es für die kleinen Besucher im „Babyflug“.
  • Foto: Janina Decker

Siegburg. Hochsommerliche Temperaturen, Fahrgeschäfte, Kinderprogramm und viel Spaß: Die Rochus-Kirmes hat auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher nach Kaldauen gelockt. Bis zum 16. August wurde im Ort gefeiert – mit einem Programm, das klassische Kirmesangebote mit einem Familienfest und Beteiligung örtlicher Vereine verband.

Veranstaltet wird die Kirmes von der Bürgergemeinschaft Kaldauen, die vor acht Jahren auf Initiative von Rita Schubert gegründet wurde. Schubert gehört heute dem Vorstand an und die Kirmes ist für sie eine Herzensangelegenheit. Denn seit ihrer Gründung hat die Bürgergemeinschaft auch die Organisation der Rochus-Kirmes übernommen und sorgt so dafür, dass die lange Tradition im Ort weitergeführt wird.

Mit dem Verlauf der diesjährigen Veranstaltung zeigten sich die Organisatoren zufrieden. Trotz der anhaltend hochsommerlichen Temperaturen sei die Kirmes gut besucht gewesen. Vor allem in den späteren Stunden, wenn die größte Hitze des Tages nachließ, füllte sich das Kirmesgelände. Für Unterhaltung sorgten die verschiedenen Angebote und Fahrgeschäfte. Bei den jüngeren Gästen waren unter anderem das Bungee-Trampolin und der „Babyflug“ gefragt.

Dabei versteht die Bürgergemeinschaft die Kirmes nicht allein als Veranstaltung mit Fahrgeschäften und Buden. Sie soll zugleich ein Treffpunkt für die Menschen aus Kaldauen sein. Deshalb setzt der Veranstalter bewusst auf die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen aus dem Ort. Sie bringen sich in das Kirmesgeschehen ein und tragen dazu bei, dass die Veranstaltung ihren lokalen und gemeinschaftlichen Charakter behält.

Besonders deutlich wurde das am Sonntag. Da stand die Rochus-Kirmes ganz im Zeichen der Familien. Zum Familienfest gehörte auch ein Kinderflohmarkt, bei dem der Nachwuchs ausgediente Spielsachen, Bücher und andere kleine Schätze anbieten konnte. Damit bot die Kirmes auch abseits der Fahrgeschäfte Gelegenheit zum Stöbern, Begegnen und Verweilen.

Für die Bürgergemeinschaft ist diese Mischung ein wichtiger Bestandteil des Festes. Das Engagement mehrerer Vereine stärkt zugleich das Miteinander im Stadtteil. Dass dieses Konzept angenommen wird, zeigte nach Einschätzung der Veranstalter die positive Resonanz in diesem Jahr.

Am letzten Tag steuerte das Fest schließlich auf seinen traditionellen Abschluss zu. Dann ging es dem „Kirmes-Kerl“ an den Kragen: Er wurde zum Ende der Kirmesfeierlichkeiten symbolisch verurteilt. Mit diesem Brauch verabschiedete sich Kaldauen von seiner Rochus-Kirmes – zumindest bis zum nächsten Jahr. Denn nach acht Jahren unter der Regie der Bürgergemeinschaft hat sich gezeigt: Die Kirmes ist nicht nur ein Volksfest, sondern auch ein Stück gelebte Dorfgemeinschaft, das sich fest etabliert hat.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Janina Decker aus Hennef

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