Rückbauphase
Rathaussanierung in Siegburg: Blick ins nackte Gebäude

Jetzt lässt sich ein guter Blick in die kahlen Strukturen des Rathauses werfen.
  • Jetzt lässt sich ein guter Blick in die kahlen Strukturen des Rathauses werfen.
  • Foto: Woiciech

Siegburg. „Wenn die Fassade weg ist, sieht das Rathaus aus wie ein Stapel Tische“, äußerte Stephan Marks, Technischer Beigeordneter der Stadt Siegburg. So skurril sich die Aussage auch anhört, doch der Blick auf das Verwaltungsgebäude lässt diesen Gedanken schnell aufkommen. Die Sanierung befindet sich aktuell in der Phase des Rückbaus, in der sämtliche Schadstoffe aus den einzelnen Komplexen entfernt werden. Der Ratstrakt ist bereits entkernt und frei von negativen Stoffen, das Ende der restlichen Arbeiten im Erdgeschoss peilen die Verantwortlichen für Mitte März an. Am Großteil des Bürotraktes wurden die Fassadenplatten schon beseitigt. Jeder, der vorbeigeht, kann nun ohne Schwierigkeiten einen Blick ins kahle Gebäude werfen. Bis Ende Mai sollen die Abbrucharbeiten beendet sein. Darüber hinaus wird unter anderem der Parkplatz unterhalb des Gebäudes, auf der Rückseite, für die Erweiterung des Kellergeschosses weichen.

Laut Planung startet die Rekonstruktion dann im Juni. Die beauftragten Firmen für Stahl- und Rohbau sorgen zusätzlich für zwei innenliegende Treppen, die die Gerüste auf der Außenseite des Ratssaales und im Innenhof ersetzen. Im gleichen Zug erstellen die Fachleute das neue Obergeschoss.

Parallel dazu laufen obendrein Ausschreibungen für Fassaden- und Deckenabdichtung, da man das offene Rathaus möglichst schnell zumachen möchte.

Bis Mitte 2023 soll die Hülle wieder geschlossen sein, damit als nächstes der Innenausbau erfolgt.

Der Baum, den Professor Peter Busmann bei der Errichtung des Rathauses in den 60er Jahren gepflanzt hat, konnte nicht mehr gerettet werden. Dessen ungeachtet hegt der Architekt die Hoffnung, dass aus dem Holz womöglich irgendwann Skulpturen entstehen, die mit ihrem symbolischen Charakter eventuell die zukünftigen Räumlichkeiten veredeln.

Ohnehin spielt „Kunst am Bau“ für Professor Peter Busmann eine große Rolle. Seine Idee ist es, als Sichtschutz die Scheiben zum Nogenter Platz hin von Künstlern gestalten zu lassen. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit.

Bezugsfertig soll das Siegburger Rathaus, mitsamt frischer Technik, von der Digitalisierung bis zum Nachhaltigkeitsgedanken, im August 2024 sein. Ab diesem Moment präsentiert sich dann das Herzstück der Verwaltung in einem modernen Gewand, welches die Siegburger Bürger rundum begeistern wird.

Nach aktueller Schätzung liegen die Gesamtkosten der Sanierung bei 31 Millionen Euro.[/p]

Redakteur:

Dirk Woiciech aus Siegburg

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