Bewahrt und doch verwandelt
Neue Broschüre über das Siegburger Rathaus
- Präsentation (von links): Bürgermeister, Autoren und Beteiligte – Klaus H. Petersen und Udo Zembok zugeschaltet – stellten die Broschüre im Rathaus vor.
- Foto: Gast
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Siegburg. Lichtdurchflutet und funktional mit offenem Raumkonzept für „new work“ präsentiert sich das Rathaus der Stadt nach gut fünf Jahren Sanierung und Umbau. „Nach fast 60 Jahren steht das Siegburger Rathaus, saniert und erweitert, für eine Architektur, die Demokratie erlebbar macht und für einen verantwortungsvollen Baubestand“, meint die frühere Technische Beigeordnete Barbara Guckelsberger.
Jetzt wurde im Sitzungssaal eine neue Broschüre „Das Siegburger Rathaus – bewahrt und doch verwandelt“ vorgestellt. Die reich bebilderte und lesenswerte Wiedereröffnungs-Festschrift spannt auf 50 Seiten einen Bogen vom Rathausneubau in den 1960er Jahren bis zur aktuellen Sanierung und beleuchtet die Umgestaltung des Gebäudes aus verschiedenen Blickwinkeln. Dazu liefert der Kulturwissenschaftler Alexander Kleinschrodt eine geschichtliche Einordnung in den westdeutschen Rathausbau-Kontext.
Die frühere Technische Beigeordnete Barbara Guckelsberger spürt in ihrem Beitrag den politischen Debatten und Kontroversen der vergangenen 15 Jahre nach, die schließlich zu der Entscheidung führten, das Rathaus zu erhalten, instand zu setzen und aufzustocken. „Damals war es schwer zu vermitteln, dass dieser 60er-Jahre-Bau einen eigenen Wert hat und dass man damit etwas anfangen kann“, erklärte Guckelsberger bei der Vorstellung die damaligen Diskussionen.
Spannende Einsichten liefern Interviews mit den Architekten Peter Bussmann, nach dessen Plänen 1968 das Rathaus gebaut wurde, und Klaus-H. Petersen, der die Sanierung und Umgestaltung leitete, sowie dem Künstler Udo Zembok, der den Bilderfries mit Siegburger Persönlichkeiten an der Rathausfassade schuf. Abschließend befasst sich Stadtarchivar Jan Gerull mit den neuen Formen der Verwaltungsarbeit in den veränderten Raumstrukturen.
Die aufschlussreiche Broschüre liegt ab sofort im Bürgerservice, in der Stadtbibliothek und im Stadtmuseum zur kostenlosen Mitnahme aus. „Es hat sich gelohnt“, zog Bürgermeister Stefan Rosemann ein Fazit der Sanierungsarbeiten. Der Umbau ist noch nicht abgeschlossen, laut Bürgermeister liegt er „in den letzten Zügen“. Wie der Rathausplatz später einmal gestaltet wird, steht noch nicht fest. „Er wird begrünt, aber eher mit Kübeln, als mit großen Bäumen“, so Rosemann.
2) Die neue Broschüre ist im Rathaus, dem Stadtarchiv und der Stadtbibliothek kostenlos erhältlich. Foto: Gast
Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:Christa Gast aus Königswinter |