Kolpingsfamilie Sankt Augustin
Sankt Anna in Hangelar - jung und sehenswert
- hochgeladen von Erich Pötz
Mit der Hangelarer Pfarrkirche Sankt Anna besuchte die Kolpingsfamilie Sankt Augustin im Rahmen der Reihe „Wir erkunden die Kirchen des Seelsorgebereiches“ nach Sankt Augustinus in Menden, Sankt Maria Königin in Ort, Sankt Mariä Heimsuchung in Mülldorf und Sankt Martinus in Niederpleis zum Monatsbeginn die fünfte und letzte Pfarrkirche des Seelsorgebereichs Sankt Augustin.
Im Rahmen dieses Kirchenbesuchs deutete Erich Pötz den zahlreichen Interessentinnen und Interessenten nicht nur die Ausstattung des Kirchenraumes, sondern auch seine Konzeption. Am Beispiel des Rosettenfensters erläuterte er, welche Bedeutung Kirchenfenster für Gottesräume haben, wie sie entstehen und welche Typen von Mariendarstellungen es gibt. An dem Gnadenbild „Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe“, das heute in fast jeder katholischen Kirche zu sehen ist, verdeutlichte er die Komplexität solcher Ikonen und erklärte einzelne Details. Nach der Erklärung der Anna Selbtritt-Statue folgte am Antonius-Wandrelief die Interpretation der kleinen, eingefügten Emaille-Bilder. Bei der Betrachtung des Dreifaltigkeits-Halbreliefs wurde herausgestrichen, dass dieses Bildnis eine Hangelarer Besonderheit ist, denn in den Kirchen des Seelsorgebereichs sind Darstellungen des dreifaltigen Gottes selten. Im Chorraum stellte sich die Frage, ob das Bild „Unterweisung Mariens“ im Altarraum einer Kirche seine Berechtigung hat, bevor kurz auf die Bedeutung der Achteckform beim Taufbecken und des Akanthusblatt-Symbols an Ambo, Altar und Tabernakeltür eingegangen wurde. Überraschung rief hervor, als man entdeckte, dass der Schlüssel zum Tabernakel die Form eines Schmetterlings hat. Aber auch dieses Motiv konnte erklärt werden. Eine ausführliche Besprechung erfuhr anschließend das Bildprogramm des farbenfrohen Kreuzes über dem Altar und dessen Kontrast zum dunklen Wegekreuz im Eingangsbereich der Kirche. Gegen Ende der Kirchenführung folgte dann die Beschäftigung mit dem Kreuzweg der Hangelarer Pfarrkirche, der nicht aus den üblichen vierzehn Stationen besteht, sondern mit der Auferstehung eine fünfzehnte Station besitzt. Dadurch ist es möglich, auf der Rückseite der Stationen die jeweils fünf Gesätze des freudenreichen, schmerzensreichen und glorreichen Rosenkranzes darzustellen. Im Rosenkranzmonat Oktober wird diese Seite zu sehen sein. Zum Abschluss der aufschlussreichen Führung durch diese sehenswerte, noch recht junge Kirche versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Gebet an der Statue Anna Selbtritt.
Im ersten Halbjahr 2026 soll eine der drei Filialkirchen des Seelsorgebereiches besucht werden. Der Vorstand der Kolpingsfamilie entscheidet noch, welche dieser Gotteshäuser zuerst an der Reihe ist. Der Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.
LeserReporter/in:Erich Pötz aus Sankt Augustin |
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