Freiwillige Feuerwehr Rösrath
Feuerwehr fordert Lösungen

Mehr als 30 Männer und Frauen der Freiwiliigen Feuerwehr Rösrath sind im Rahmen der Jahreshauptversammlung geehrt und befördert worden.  | Foto: Feuerwehr Rösrath
  • Mehr als 30 Männer und Frauen der Freiwiliigen Feuerwehr Rösrath sind im Rahmen der Jahreshauptversammlung geehrt und befördert worden.
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Rösrath (red). Die Freiwillige Feuerwehr Rösrath hat am Samstag ihre Jahreshauptversammlung in der Mensa der Freiherr-vom-Stein-Schule abgehalten. Neben den aktiven Kräften nahmen auch die Ehren- und Unterstützungsabteilung, die Jugendfeuerwehr, Gäste aus der belgischen Partnerstadt Veurne sowie Vertreter aus Verwaltung, Politik und dem Kreisfeuerwehrverband teil.

Bürgermeister Yannick Steinbach eröffnete die Versammlung und würdigte in seiner Rede den hohen ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehrleute. Sein ausdrücklicher Dank galt auch den Familien und Partnern, die im Alltag oft kurzfristig auf ihre Angehörigen verzichten müssen. Nach dem Totengedenken folgten Grußworte von Kreisbrandmeister Manuel Packhäuser. Er hob die Leistungsfähigkeit der Rösrather Wehr hervor und betonte, dass deren Stärke wesentlich auf der Unterstützung aus dem privaten Umfeld beruhe.

Ehrungen und BeförderungenIm Mittelpunkt des Abends standen Ehrungen und Beförderungen. Ausgezeichnet wurde Saskia Schüller für besondere Verdienste als Stadtjugendwartin. Stadtbrandinspektor Bastian Eltner erhielt vom Kreisfeuerwehrverband die Ehrennadel in Bronze. Insgesamt wurden über 30 Beförderungen ausgesprochen. Einen umfassenden Überblick über die Ausbildung gab Stadtausbildungsbeauftragter Peter Preußer. Die Schwerpunkte der vergangenen Monate lagen bei technischer Hilfeleistung, speziellen Trainings wie Innenangriff oder Motorkettensägeneinsatz und der Weiterentwicklung der neu etablierten Feuerwehrschule im ehemaligen Gerätehaus Kleineichen. Für das kommende Jahr kündigte Preußer einen verstärkten Fokus auf die Bekämpfung kritischer Wohnungsbrände an.

Auch Jugend- und Kinderfeuerwehr meldeten positive Entwicklungen. Die neue Jugendfeuerwehrleiterin Stefanie Tüschen berichtete von einem deutlichen Zuwachs sowie erfolgreichen Aktivitäten wie dem Berufsfeuerwehrtag und der Teilnahme am Kreisjugendfeuerwehrzeltlager. Die Kinderfeuerwehr unter Leitung von Karsten Jung arbeitet mit voller Auslastung und ist bereits bis 2028 belegt. Ein gemeinsamer Besuch der Kölner Feuerwache 5 gehörte zu den Höhepunkten des Jahres. Jung äußerte den Wunsch, dass weitere Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis ebenfalls Kinderfeuerwehren gründen, um den Nachwuchs langfristig zu sichern.

Ein Einsatz pro TagLars Pläsker, stellvertretender Leiter der Feuerwehr, stellte aktuelle Einsatzdaten vor. Durchschnittlich ein Einsatz pro Tag und ein deutlicher Anstieg von Parallel- und Folgeereignissen prägten den Zeitraum vom 1. November 2024 bis zum 31. Oktober 2025. Besonders hervorgehoben wurden der Großbrand in einem Gewerbebetrieb am Pestalozziweg sowie schwere Verkehrsunfälle auf der Kölner Straße und der Feldstraße.

Die belgische Brandweer Veurne setzte bei ihrem Besuch ein Zeichen internationaler Verbundenheit. Mit der Unterzeichnung einer Freundschaftserklärung und dem symbolischen Kuppeln eines deutschen und eines belgischen Feuerwehrschlauchs wurde die jahrzehntelange Partnerschaft bekräftigt.

Standort nicht tragbarDeutliche Worte richtete die Wehrleitung an Politik und Verwaltung. Sowohl die Arbeitsbedingungen in den zentralen Feuerwehrwerkstätten als auch der Standort des Feuerwehrhauses Hoffnungsthal seien nicht länger tragbar. Die Lage außerhalb des Ortskerns führe zu deutlich verlängerten Ausrückezeiten. Verwaltung und Politik wurden aufgefordert, Lösungen kurzfristig anzuschieben. Bürgermeister Steinbach bestätigte, dass der Feuerwehrarbeitskreis zeitnah wieder zusammentreten werde. Die seit Jahren festgefahrenen Themen müssten nun endgültig vorangebracht werden, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr dauerhaft zu sichern.

Redakteur/in:

Ulf-Stefan Dahmen

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