Nachbarschaftsfest
„Das könnte durchaus zu einer Dauereinrichtung werden“
- Beim Nachbarschaftsfest auf der Wiese am Kammerbroich war die „Malecke“ besonders beliebt. Foto: Engagierte Stadt
- hochgeladen von Angelika Koenig
Rösrath. Es war eine bunte nachbarschaftliche Mischung, die sich zum „Tag der Nachbarn“ auf einer Wiese am Kammerbroich traf: Anwohner, Menschen aus der nahegelegenen Geflüchtetenunterkunft und der Notunterkunft für Wohnungslose feierten gemeinsam bei Reibekuchen und Würstchen. Organisiert wurde das Fest von einer Gruppe engagierter Rösrather, darunter die Flüchtlingshilfe, der Quartiersentwickler Camilo Aguilar Bravo und die Engagierte Stadt. Ein Highlight war das Mitmach-Mobil vom Kolping-Netzwerk für Geflüchtete, das neben Informationen über Fluchtursachen und -wege und einem vielgenutzten Kicker auch Bühne für den fetzigen musikalischen Auftritt der „Flying Tornados“ bot.
„Ich finde es schön, mit den Leuten zu feiern und ein bisschen Spaß zu haben“, sagt Maik, ein junger Mann, der seit einiger Zeit in der Notunterkunft an der Brander Straße lebt. Nebenan bemalen Hodan und Setayesch gemeinsam mit Kindern aus dem Flüchtlingsheim kleine Windlichtgläser. Monika Zeckai, Leiterin des Flüchtlingscafés, freut sich über die Gelegenheit, ihr Angebot in größerer Runde vorstellen zu können: „Das Café findet immer dienstags von 16 bis 18 Uhr im Rösrather Juze statt und Interessierte sind herzlich eingeladen!“ Erich wohnt seit Jahrzehnten in der Nachbarschaft am Pestalozziweg: „Ich bin froh, dass hier mal was los ist und man Gelegenheit hat, andere Leute kennenzulernen. Ich finde, das könnte durchaus zu einer Dauereinrichtung werden“, sagt er augenzwinkernd. „Das war ein tolles Fest“, bilanziert Landwirt und Mitorganisator Stephan Mohr, der am Reibekuchenstand alle Hände voll zu tun hatte.
Auch an anderen Orten fanden rund um den „Tag der Nachbarn“ kleine Feste statt: So luden Bewohner zum Nachbarschaftstag in den Tannenweg ein, gefeiert wurde außerdem in der Nachbarschaft um Schloss Eulenbroich, im Forsbacher Mühlenweg und Am Hagen, in Hoffnungsthal am Sülzufer oder im Wöllner-Stift mit einem mitreißenden Auftritt der Rockwoodies. „Der ‚Tag der Nachbarn‘ ist eine tolle Gelegenheit für neu zugezogene Menschen, Teil der Gemeinschaft zu werden, aber auch für Alteingesessene, sich einfach mal wieder locker zu treffen und Bekanntschaften aufzufrischen“, so Eva Richter von der Engagierten Stadt.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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