Agressives Betteln Köln
KSG will Bettel-Verbot mit App kontrollieren
- Der Kölner Kommunalpolitiker Torsten Ilg von der Kölner StadtGesellschaft will ein „Alarmsystem“ zur Eindämmung von aggressivem Betteln vor Gaststätten in Köln einführen
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(Köln/Rodenkirchen) Die Diskussion über Bettelverbotszonen darf sich aus Sicht der FDP/KSG-Fraktion nicht auf die Kölner Innenstadt beschränken. Torsten Ilg, Co-Fraktionsvorsitzender der FDP/KSG-Fraktion in der Bezirksvertretung Rodenkirchen, warnt vor einer Verlagerung des Problems in die Außenbezirke.
Torsten Ilg (FDP/KSG) Rodenkirchen darf nicht zum Ausweichort für aggressives Betteln werden
„Wenn in der Innenstadt neue Verbotszonen geschaffen werden, dürfen Rodenkirchen und andere Veedel nicht zum Ausweichort für aggressives Betteln werden. Wenn es einen besonderen Schutz der Gäste in der Außengastronomie geben soll, dann muss dieser für das gesamte Stadtgebiet gelten.“
Auch Kölner Gastronomen berichten seit Jahren über aggressive Bettler, die Gäste bedrängen oder sogar Speisen von den Tischen nehmen. In Dortmund soll eine 5-Meter Verbotszone vor Gaststätten realisiert werden. Damit so etwas in Köln kontrolliert werden kann, braucht es moderne Lösungen.
Erweiterung von Kölner App soll schnelle Hilfe bei Verstößen sicherstellen
Der Co-Vorsitzende der FDP/KSG-Fraktion in Rodenkirchen schlägt vor, die Plattform „Sag's uns Köln“ um eine nicht öffentliche Meldefunktion für akute ordnungsrechtliche Vorfälle zu erweitern. Gastronomiebetriebe und Geschäfte könnten so aggressives Betteln oder vergleichbare Störungen direkt und standortgenau an den Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) melden.
„Warum ist das bislang nicht möglich? In Ländern wie Großbritannien ist das längst eingeführt (Northampton-Modell). Klare Regeln müssen auch wirksam kontrolliert werden. Mit einer digitalen Direktmeldung kann der Kommunale Ordnungsdienst schneller reagieren. Das verbessert die Sicherheit und stärkt die Außengastronomie in unseren Veedeln.“
Die Kölner StadtGesellschaft KSG stellt aber klar:
Die Initiative richtet sich gegen aggressives Betteln und Belästigungen – nicht gegen Menschen in sozialen Notlagen. „Hilfsbedürftige Menschen brauchen Unterstützung. Gleichzeitig müssen Gäste, Beschäftigte und Gastronomen wirksam geschützt werden“, so Torsten Ilg abschließend.
LeserReporter/in:Torsten Rüdiger Ilg aus Rodenkirchen |