FDP/KSG-Fraktion Rodenkirchen
Autobahn GmbH wälzt Belastung auf Kölner Süden ab
- Wird die Rodenkirchener Brücke bewußt überstrapaziert, damit sie eines Tages schneller abgerissen werden kann? Dies vermutet die FDP/KSG-Fraktion in der Bezirksvertretung von Rodenkirchen
- Foto: Frei von Rechten Dritter
- hochgeladen von Torsten Rüdiger Ilg
Umleitung des Schwerlastverkehrs über Düsseldorf bewusst nicht geplant?
(Köln/Rodenkirchen) Die Verkehrssituation in Köln droht endgültig zu kippen: Mit der Komplettsperrung der Mülheimer Brücke erreicht ein ohnehin fragwürdiges Baustellenmanagement einen neuen Höhepunkt. Für die FDP/KSG-Fraktion in der Bezirksvertretung Rodenkirchen steht fest: Die aktuelle Planung wird zunehmend auf dem Rücken des Kölner Südens und der ebenfalls maroden Infrastruktur ausgetragen.
Der Co-Vorsitzende der FDP/KSG-Fraktion Torsten Ilg hat daher aus aktuellem Anlass gestern eine erneute Nachfrage in der Bezirksvertretung eingebracht. „Was wir derzeit erleben, ist ein Verkehrschaos mit Ansage. Mehrere zentrale Rheinquerungen werden parallel eingeschränkt – und die Konsequenzen trägt vor allem der Süden“, so der Fraktionsvertreter. Besonders brisant ist die zeitgleiche Terminierung der Baumaßnahmen an der Rodenkirchener Brücke und der Sanierung der Bonner Nordbrücke.
Nach Angaben aus Bonn soll es hierzu bereits im Februar Abstimmungen zwischen der Stadt Köln, der Stadt Bonn und der Autobahn GmbH gegeben haben – mit weitreichenden Folgen für den Verkehr:
Wurde in diesen Gesprächen tatsächlich vereinbart, den Schwerlastverkehr ab 7,5 Tonnen unter anderem über die Rodenkirchener Brücke umzuleiten? Falls ja: Warum hat die Stadt Köln dieser zusätzlichen Belastung für den ohnehin stark beanspruchten Kölner Süden nicht widersprochen? Und warum wurde keine weiträumige Umleitung des Fernverkehrs über leistungsfähige Rheinquerungen nördlich von Köln – etwa im Raum Düsseldorf – durchgesetzt?
Torsten Ilg: „Das ist ein Verkehrschaos mit Ansage!“
Für die FDP/KSG-Fraktion werfen diese Punkte grundlegende Fragen zur Prioritätensetzung. „Es entsteht der Eindruck, dass der Kölner Süden bei der Verkehrsplanung schlichtweg als Ausweichfläche betrachtet wird“, kritisiert deren Co-Vorsitzende Torsten Ilg.
„Statt die Belastung fair in der Region zu verteilen, wird sie konzentriert – mit absehbaren Folgen für Anwohner, Pendler und die lokale Wirtschaft. Großbaustellen dieser Dimension müssten zwingend regional verteilt werden – und dürfen nicht einseitig zulasten einzelner Stadtteile gehen.
„Die Geduld der Menschen im Kölner Süden ist endlich. Wer mehrere Hauptverkehrsadern gleichzeitig belastet und dann keine überzeugenden Alternativen anbietet, verspielt Vertrauen – und riskiert ein dauerhaftes Verkehrsproblem“, so der Co-Vorsitzende abschließend.
LeserReporter/in:Torsten Rüdiger Ilg aus Rodenkirchen |
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