Aktionstag in Rheinbach
„Hier muss niemand allein sein!“
- Zufrieden mit dem gelungenen Aktionstag: Angelika Skupnik, Team Blickwechsel; Angela Giersdorff, Sprecherin Blickwechsel; Bürgermeister Ludgar Banken, Stadt Rheinbach; Daniela Hoffmann, 1. Beigeordnete Stadt Rheinbach; Ulla Kreutz, Team Blickwechsel; Gernolf Karrer, Team Blickwechsel.
- Foto: Privat
Rheinbach (red). Das Freiwilligenzentrum BLICKWECHSEL hat gemeinsam mit der Stadt Rheinbach im Rahmen der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements einen eindrucksvollen Aktionstag veranstaltet. Am 11. September verwandelte sich das Foyer des Rathauses in eine Anlaufstelle für alle, die sich über Möglichkeiten des Mitmachens informieren wollten.
Das 2014 gegründete, überparteiliche und konfessionsübergreifende Freiwilligenzentrum blickt mittlerweile auf fast zwölf Jahre intensive Beratungsarbeit zurück und steht seit 2024 in der Trägerschaft des Georgsring e.V. Möglich wurde dies nur durch den Einsatz zahlreicher Ehrenamtlicher und die Unterstützung der Stadt Rheinbach. Seit Mai 2025 führt Angela Giersdorff das Zentrum als Sprecherin. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, der Initiative mehr Sichtbarkeit zu verschaffen – der Aktionstag markierte den bisherigen Höhepunkt dieser Offensive.
Die Besucherinnen und Besucher erfuhren, wie vielfältig sich Ehrenamt gestalten lässt: Entscheidend ist, dass persönliche Stärken, Interessen und verfügbare Zeit im Einklang stehen. Nur so bleibt Engagement erfüllend und führt nicht zur Überlastung. Das Netzwerk des Freiwilligenzentrums umfasst aktuell rund 40 Organisationen aus den Bereichen Seniorenarbeit, Bildung, Kultur, Sport und öffentlichen Einrichtungen.
Ein thematischer Schwerpunkt des Aktionstags lag auf der Frage, wie Einsamkeit überwunden werden kann. Sie betreffe nicht nur ältere Menschen, sondern zunehmend auch Jüngere und Menschen im mittleren Alter. Studien belegen, dass Einsamkeit Körper und Psyche schädigt. Ehrenamt wirke hier wie ein Gegenmittel: Es stiftet Begegnung, baut Netzwerke auf und führt Menschen zusammen. „Unsere Botschaft lautet: In Rheinbach muss niemand allein sein. Unsere Stadt bietet Gemeinschaft und viele Möglichkeiten, sich einzubringen“, betonte Giersdorff.
Neben Beratungen wurden konkrete Projekte vorgestellt, darunter die Nachbarschaftshilfe in Kooperation mit der Pflegeberatung, die Taschengeldbörse, bei der Jugendliche älteren Bürgerinnen und Bürgern im Alltag helfen, sowie Kinderaktionen mit Malvorlagen und dem Pixiheft „Paul und das Ehrenamt“.
Weiterer Programmpunkt war die symbolische Übergabe eines großen roten Sparschweins mit Spende durch die Kreissparkasse Köln. Auch die VR-Bank Bonn Rhein-Sieg und die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ beteiligten sich an der Förderung. Ohne diese Unterstützung, so das Freiwilligenzentrum, seien Digitalisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Projektentwicklung kaum möglich.
Die Resonanz des Tages war überwältigend: Viele Menschen nutzten das Beratungsangebot, neue Vereine und Initiativen schlossen sich dem Netzwerk an. Dennoch bleibt der Bedarf an Freiwilligen hoch. Bürgermeister Ludger Banken brachte es auf den Punkt: „Ehrenamtliches Engagement ist der Herzschlag unserer Stadt und der Kit unserer Gesellschaft.“Angela Giersdorff bedankte sich bei der Stadt und deren Mitarbeitenden: „Dieser Aktionstag hat gezeigt, dass wir neue Wege gehen müssen, um Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. Nach dem Aktionstag ist vor dem nächsten.“ Das FZB will weiter dafür eintreten, dass Rheinbach solidarisch bleibt und Ehrenamt als Gewinn für alle erlebbar wird – für die, die helfen, ebenso wie für die, die Unterstützung suchen.
Beratung bietet das Freiwilligenzentrum regelmäßig donnerstags von 15 bis 17 Uhr im Himmeroder Hof an. Weitere Informationen gibt es unter www.blickwechsel-rheinbach.de oder per Mail an helfen@blickwechsel-rheinbach.de
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Redakteur/in:RAG - Redaktion |