Verkehrsunfallstatistik 2022
Wieder deutlich mehr Verkehrsunfälle im Kreis

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 11.824 Verkehrsunfälle im Rhein-Erft-Kreis, 513 mehr Unfälle als im Jahr 2021.  | Foto: Feuerwehr Pulheim
  • Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 11.824 Verkehrsunfälle im Rhein-Erft-Kreis, 513 mehr Unfälle als im Jahr 2021.
  • Foto: Feuerwehr Pulheim

Mehr Unfälle, mehr verletzte Personen und wieder viele Verkehrstote: Die Kreispolizeibehörde Rhein-Erft-Kreis hat diese Woche die Zahlen der Verkehrsunfallstatistik 2022 vorgelegt.

Rhein-Erft-Kreis. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 11.824 Verkehrsunfälle im Rhein-Erft-Kreis, 513 mehr Unfälle als im Jahr 2021, eine Steigerung um 4,5 Prozent, aber immer noch weniger als in den Jahren vor der Corona-Pandemie. Lockdowns, Home-Office und Home-Schooling sorgten in den Jahren 2020 und 2021 für weniger Verkehrsaufkommen und somit auch für weniger Unfälle. In den Jahren vor der Pandemie registrierte die Polizei durchschnittlich noch rund 12.700 Verkehrsunfälle im Rhein-Erft-Kreis.

Dramatisch gestiegen ist allerdings die Zahl der zu Schaden gekommenen Personen: Bei 1.498 Unfällen wurden insgesamt 1.769 Personen verletzt. 14 Menschen kamen ums Leben, 187 wurden schwer- und 1.568 leichtverletzt. Somit ist die Zahl der Verkehrstoten von 18 Todesfällen im Jahr 2021 zwar wieder etwas zurückgegangen, sie liegt aber weiterhin deutlich über den Zahlen der Jahre 2018 bis 2020.

Auffällig gestiegen ist die Zahl der verunglückten Verkehrsteilnehmer in Bergheim. Dort registrierte die Polizei 377 Verkehrsunfälle, einen Anstieg zum Vorjahr um 33 Prozent.

Die meisten Unfälle wurden diesmal in Brühl (450) aufgenommen, gefolgt von Hürth (426) und Kerpen (397). Nur im Stadtgebiet Erftstadt gab es im vergangenen Jahr weniger Verkehrsunfälle als im Jahr zuvor. Hier reduzierte sich die Anzahl der registrierten Unfälle von 322 auf 298.

Deutlich häufiger verunfallten im vergangenen Jahr Fahrrad- (584), Roller- und Motorradfahrer (209) sowie Nutzer von E-Rollern (40), in Polizeideutsch Elektrokleinstfahrzeuge (EKF) genannt. In diesem Bereich registrierte die Polizei einen Anstieg der Unfallzahlen um 90 Prozent.

Auch die Zahl der Unfallfluchten steigt weiter: 135 Mal versuchten Unfallverursacher, sich unbemerkt davon zu machen, in immerhin 87 Fällen aber erfolglos. 67 Prozent der Verkehrsunfallfluchten konnten geklärt werden. Ein neuer Rekordwert für die Polizei im Rhein-Erft-Kreis.

Redakteur/in:

Lars Kindermann aus Rhein-Erft

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